Wolfgang Mayrhuber
Infineon findet neuen Chef für den Aufsichtsrat

Oft genug hat Infineon in den vergangenen zehn Jahren mit Personalquerelen für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt geht eine enorm wichtige personelle Weichenstellung allerdings völlig geräuschlos über die Bühne.
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MÜNCHEN. Der scheidende Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber soll neuer Chefaufseher des Münchener Halbleiterkonzerns werden. Das verlautete gestern aus dem Umfeld der Konzerne.

Mayrhuber gibt Ende des Jahres nach acht Jahren die Führung der Fluggesellschaft ab. Anschließend soll der 63-jährige Österreicher im Februar auf der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat von Infineon gewählt werden.

Derzeit steht Klaus Wucherer an der Spitze des Gremiums. Der ehemalige Siemens-Vorstand hatte im Frühjahr allerdings versprochen, sein Amt nach nur einem Jahr wieder zur Verfügung zu stellen. Damit war er institutionellen Investoren entgegenkommen, die auf der Hauptversammlung einen eigenen Kandidaten für den Posten ins Rennen geschickt hatten. Letztlich gewann Wucherer - auch durch das Zugeständnis - die Wahl.

Bis Anfang Februar hatte der ehemalige Finanzvorstand von BASF, Max Dietrich Kley, den Aufsichtsrat der früheren Siemens-Tochter geführt. Unter seiner Regie hat Infineon über Jahre tiefrote Zahlen geschrieben. Die Speicherchip-Tochter Qimonda ging sogar pleite. Zuvor war Volker Jung Chefkontrolleur gewesen, jener Siemens-Vorstand, der in diesen Tagen mit seiner Flucht vor den griechischen Behörden für Schlagzeilen sorgt.

Es ist allerdings noch ein weiterer wichtiger Posten frei: Infineon sucht einen neuen Finanzvorstand als Ersatz für Marco Schröter, der den Konzern im Sommer nach einem Streit mit Vorstandschef Peter Bauer verlassen hat.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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  • Klaus Wucherer hat Wort gehalten. Mayrhuber ist der für infineon notwendige und richtige Aufsichtsratsvorsitzende.

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