Wolfgang Reitzle
Linde-Chef verdient 1,5 Mio Euro mit Aktienoptionen

Nach dem heiß debattierten Aktienverkauf von Post-Chef Klaus Zumwinkel, verdient jetzt auch der Chef des Industriegasekonzerns Linde, Wolfgang Reitzle, kräftig mit Aktienoptionen. Kurz zuvor hatte das Unternehmen einige tarifliche Änderungen angekündigt.

HB MÜNCHEN. Wolfgang Reitzle habe am Montag 45 000 Aktien zu einem Kurs von knapp 90 Euro verkauft, teilte Linde am Donnerstag mit. Der Manager hatte die Bezugsrechte für die Wertpapiere als Teil seiner Entlohnung für das Jahr 2002 für jeweils 56,90 Euro erhalten. Reitzle, der sich immer wieder für hohe Managergehälter starkmacht, hatte im vergangenen Jahr bei dem Traditionsunternehmen knapp 7,4 Mill. Euro Gehalt eingestrichen.

Ein ähnlicher Aktienverkauf von Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte eine hitzige Debatte um Managergehälter ausgelöst.

Linde hatte am Mittwochabend angekündigt, für sein Homecare-Geschäft in Deutschland einen eigenen Haustarifvertrag durchsetzen zu wollen. Die Aktivitäten, zu denen Medizingase zählen, sollen in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Die betroffenen Mitarbeiter sollen dann nicht mehr den bei Linde geltenden Chemie-Flächentarif erhalten. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, manche Angestellte büßten damit ein Fünftel ihres Gehalts ein.

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