Wolfgang Schaupensteiner: Mehdorns Mann fürs Grobe

Wolfgang Schaupensteiner
Mehdorns Mann fürs Grobe

Wolfgang Schaupensteiner weist die Vorwürfe im Bahn-Skandal vehement zurück – Der Compliance-Chef zeigt wenig Gespür für Unternehmenskultur

DÜSSELDORF. Der letzte „Compliance-Bericht“ der Deutschen Bahn zeigt den obersten Korruptionsbekämpfer so, wie er sich gerne gibt: Ein entschlossener Gesichtsausdruck, die beiden Hände zu einer zupackenden Geste erhoben. Mit diesem energischen Mann möchte man ungern Streit bekommen.

Streitbar ist Wolfgang Schaupensteiner auch in diesen Tagen, wo er Ermittlungsarbeit verteidigt, die er gar nicht zu vertreten hat. Der „Datenabgleich“, mit dem die Deutsche Bahn 173 000 Mitarbeiter auf Beziehungen zu ihren 80 000 Lieferanten überprüfen ließ, geschah Jahre vor seinem Amtsantritt 2007 als „Chief Compliance Officer“ des Bahn-Konzerns. Das hindert ihn nicht, die Empörung bei Politik und Datenschützern mit der Vehemenz zurückzuweisen, die ihn schon als Wirtschaftsstaatsanwalt in Frankfurt auswies.

Als Korruptionsbekämpfer in Staatsdiensten galt er als nicht zimperlich. Aus dieser Zeit wird dem 60-Jährigen nachgesagt, dass er den kurzen Prozess besonders schätzte und diesen auch recht ruppig voranzutreiben wusste. Oder, wie es kürzlich ein Strafverteidiger formulierte: „Knast oder Geständnis, so lief das bei ihm.“

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