Wolfgang Urban

Ex-Karstadt-Chef Urban kämpft gegen Piraten

Mit hochgezogenen Bordwänden, elektrischen Schutzzäunen und Wasserkanonen schützen Reeder ihre Schiffe vor Piraten. Die Bedrohung auf See lockt jetzt Ex-Karstadt-Chef Urban. Er nimmt einen dubiosen Partner mit an Bord.
1 Kommentar
Befreiuungsaktion eines von Piraten besetzen Schiffs im Jahr 2010. Quelle: dpa

Befreiuungsaktion eines von Piraten besetzen Schiffs im Jahr 2010.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer ehemalige Karstadt-Quelle-Chef Wolfgang Urban wechselt die Branche. Statt Shopping kümmert sich seine neue Firma um Sicherheit auf See – und nimmt sich als Partner dabei ausgerechnet den Gründer der dubiosen und untergegangenen Detektei Prevent. Wie Urban dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) bestätigte, steht er als Gesellschafter hinter der in Cuxhaven ansässigen Sea Control 360 GmbH – einer Firma, die unter anderem den Schutz von Besatzung und Ladung von Frachtschiffen und der Abwehr von Piraten bietet.

„Sicherheit war schon lange ein Thema. Das haben nur viele nicht gesehen“, sagte Urban dem Handelsblatt. Er gehe davon aus, dass Sicherheit eines der beherrschenden Themen der kommenden 20 Jahre sein werde. Einer der Partner von Urban ist nach Informationen des Handelsblatts ausgerechnet Thorsten Mehles. Der Gründer der Sicherheitsberatung Prevent geriet 2010 in die Schlagzeilen, als dubiose Ermittlungsmethoden seiner Firma bei der HSH Nordbank bekannt wurden. Prevent meldete 2011 Insolvenz an. Urban wollte auf Anfrage des Handelsblatts die genaue Rolle von Mehles nicht erläutern.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
1 von 22

Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
2 von 22

Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
3 von 22

Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
4 von 22

Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
5 von 22

Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
6 von 22

In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
7 von 22

Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

  • iw
Startseite

1 Kommentare zu "Wolfgang Urban: Ex-Karstadt-Chef Urban kämpft gegen Piraten"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Warum werden Schiffe nicht mit schweren Maschinengewehren ausgerüstet statt mit Wasser(pistolen)kanonen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%