Wolfgang Ziebart berufen
Conti-Vize wird Infineon-Chef

Gut sechs Wochen nach der Ablösung von Ulrich Schumacher ist Wolfgang Ziebart zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Chip-Konzerns Infineon berufen worden.

HB MÜNCHEN. Der bisherige Vizechef des Automobilzulieferers Continental wird damit wie erwartet neuer Infineon-Chef. Mit dem 54-jährigen Wolfgang Ziebart tritt ein Manager die Nachfolge Ulrich Schumachers beim weltweit sechstgrößten Halbleiterkonzern an, der bislang kaum nennenswerte Erfahrung in der stark schwankungsanfälligen Branche besitzt.

„Dr. Ziebart bringt mit seiner Turnaround-Erfahrung, Branchenkenntnis und technischen Expertise hervorragende Voraussetzungen für den Vorstandsvorsitz bei Infineon mit“, erklärte Interimschef und Aufsichtsratsvorsitzender Max Dietrich Kley am Montagabend in München. Der frühere BMW-Manager solle sein Amt spätestens zum 1. September antreten. Ein Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob die Entscheidung für Ziebart im Aufsichtsrat einstimmig fiel oder nicht.

„Mit ihm wird das Management als Team die strategische Ausrichtung von Infineon, die in ihren Eckpunkten unverändert bleibt, vorantreiben“, teilte Kley weiter mit. Ziebart werde zudem die Ergebnisorientierung weiter verstärken. Der Münchener Konzern hat in den vergangenen drei Jahren im Zuge der schwersten Krise in der Geschichte der Halbleiterindustrie Verluste von über 2,5 Milliarden Euro eingefahren.

In einer ersten Reaktion auf die Ernennung Ziebarts hob Continental dessen Anteil an der gelungenen Integration zugekaufter Bereiche in den Konzern hervor. Unter Ziebarts Führung sei die Sparte Automotive Systems zu einem schlagkräftigen, ertragsstarken und hoch innovativen Geschäftsbereich des Unternehmens geworden, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.

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