Yasuhiro Sato: Japans Geldzar stärkt seine Macht

Yasuhiro Sato
Japans Geldzar stärkt seine Macht

Yasuhiro Sato sammelt Posten. Der japanische Banker soll im Sommer die neue Kernbank der Finanzgruppe Mizuho leiten. Dabei geht es auch um deren Stellenwert unter Japans Mega-Banken.
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TokioYasuhiro Sato ist ein schon jetzt einer der mächtigsten Männer Japans. Der 60-jährige Banker führt die Holding der Finanzgruppe Mizuho, deren Banken einen Großteils des Geldstroms der Nation abwickeln.

Außerdem ist er einer von sieben Konzernbossen, die Japans Ministerpräsident Shinzo Abe berufen hat, um bis zum Mai die Wirtschaftsreformstrategie der Regierung zu erarbeiten. Im Sommer wird er nun noch ein bisschen mächtiger.

Nach Informationen aus Branchenkreisen wird er auch die Führung von Mizuhos neuer Kernbank übernehmen, die der Geldriese durch eine Fusion seiner Privatkunden- und seiner Unternehmensbank schmieden wird. Sato versucht mit dieser Fusion Mizuhos größtes Erbübel zu beseitigen: die langen und komplizierten Entscheidungswege.

Die Finanzgruppe wurde 2003 durch die Fusion von drei Banken gegründet. Doch im Gegensatz zu ihren Rivalen Mitsubishi UFJ und Sumitomo Mitsui wurden weder das Management noch die Computersysteme rasch vereinheitlicht. Daher bremsten lange Doppelstrukturen und Machtkämpfe die Bank.

Dies ist ein Grund, warum sie vielen Experten als die schwächste von Japans Mega-Banken-Trio gilt. Mit der Konzentration der Macht in seiner Hand kann Sato hoffen, die nächste Entwicklungsstufe der Bank einzuläuten.

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