Yves Rocher
König der „grünen Kosmetik“ gestorben

Der französische Schönheitspionier Yves Rocher ist im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben. Der aus der Bretagne stammende Yves Rocher hatte 1959 das gleichnamige Kosmetikunternehmen gegründet und zu einem Konzern mit jährlichen Verkäufen von mehr als zwei Milliarden Euro gemacht.
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PARIS. Mit 14 Jahren mischte Yves Rocher auf dem elterlichen Speicher aus Kräutern seine erste Pomade. Seitdem ließen ihn die Pflanzen und ihre Wirkung auf die Schönheit nicht mehr los. 1959 gründete der Bretone die Firma Yves Rocher und legte den Grundstein für ein Weltimperium der „grünen Körperpflege“. Am Samstag starb der 79-Jährige in einem Pariser Krankenhaus.

„Ohne Yves Rocher wäre hier nur Wüste“, sagen die Menschen in La Gacilly. Denn Rocher hat das „verlorene Nest“ zu einem blühenden Ort gemacht. Bis zum Tod blieb der knorrige Bretone seinem Geburtsort treu. Hier fabrizierte er Kosmetika und schuf Arbeitsplätze. Hier kümmerte er sich auch 46 Jahre lang als Bürgermeister um alles und jeden.

Yves Rocher wurde zum allmächtigen „König von La Gacilly“ - dem seine politischen Gegner die Verknüpfung wirtschaftlicher und politischer Interessen vorwarfen. Jetzt pilgern Hunderttausende zu seinem Parfümmuseum, seinem botanischen Garten und dem Speicher, wo alles anfing.

Längst vergessen ist das erste Produkt des Kosmetikkönigs: ein Mittel gegen Hämorrhoiden. Sein Reich baute Yves Rocher auf Cremes zur Pflege des Gesichts, der Haare und des Körpers - und auf den Versand. Aus der kaum erschlossenen Bretagne schickte er seine Schönheitsmittel per Post.

Heute kommen Ladenketten und die Vermarktung per Franchise hinzu. Präsident Nicolas Sarkozy würdigte Rocher denn auch als „Erfinder der Kosmetik auf Grundlage von Pflanzenprodukten und Pionier des Versandhandels“, der sich „in den Dienst der Schönheit der Frau“ und der Umwelt gestellt habe.

Grün heißt allerdings nicht unbedingt Bio. Am Anfang ging es Rocher darum, Kosmetika auf Pflanzenbasis aus dem Luxussegment zu holen und „für die normale Frau“ erschwinglich zu machen. Als der Bio-Gedanke hoch kam, setzte er auch auf Bio-Produktion.

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