Zanox
Springers digitaler Hoffnungsträger

Wenn der Medienkonzern Axel Springer seine wichtigsten Manager im obersten Stockwerk der Berliner Zentrale versammelt, ist Philipp Justus mit von der Partie. Der Vorstandschef der Internetfirma Zanox, spezialisiert auf Affiliate Marketing, zählt zu den großen Hoffnungsträgern des Zeitungskonzerns.
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BERLIN. Seitdem Zanox ihre beiden Konkurrenten buy.at und Digital Window in Großbritannien gekauft hat, ist die Springer-Tochter Zanox mit ihren 500 Mitarbeitern führend beim Vermarkten von Produkten und Dienstleistungen im Internet, wofür sie Gebühren verlangt.

Justus, der im März den Chefsessel übernahm, drängt auf eine rasche Expansion im Osten. "Nach unserem Markteintritt in Polen schauen wir uns weitere Märkte in Osteuropa an", sagte der 41-Jährige dem Handelsblatt. "Wir haben vor, 2011 unser Wachstum durch den Markteintritt in neue Länder zusätzlich zu beschleunigen." Im vergangenen Jahr hatte Zanox seinen Umsatz um neun Prozent auf 323 Millionen Euro gesteigert.

Die bisherigen Geschäfte in zehn Ländern laufen gut. "Wir sind mit dem Jahr 2010 außerordentlich zufrieden", sagt Justus. Das Unternehmen entwickle sich konjunkturunabhängig. Das gelte sogar für so schwierige Märkte wie Spanien. Zanox will weitere Leute einstellen.

Der frühere Berater der Boston Consulting Group kennt das Onlinegeschäft sehr gut. Er war zwischen 2000 und 2004 Deutschland-Chef von Ebay. Später leitete er das Aktionsgeschäft in den USA. Justus, der gerne locker im schwarzen Cordanzug auftritt, lebt heute mit seiner Familie im feinen Berliner Stadtteil Dahlem.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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