Zielgruppen
Fast ein Viertel aller deutschen Haushalte sind heute Premiumkäufer

Ein Viertel aller deutschen Haushalte können sich nach eigener Einschätzung nach wie vor fast alles leisten. Das geht aus einer Studie des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen (GWA) und der GfK Nürnberg hervor. In ihrer Studie untersuchen die Einrichtungen pragmatische Wege und Ansätze für erfolgreiche Unternehmenskonjunkturen. Bei der Vielzahl der untersuchten Marken zeigt sich, dass in jeder Warengruppe ein relevantes Marktsegment für Premiummarken existiert.

25 Prozent aller deutschen Haushalte können sich der Studie zufolge nach wie vor fast alles leisten und weitere 25 Prozent fast nichts mehr. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es Aufgabe des Marketing sein müsse, sich aktuell und neu um die jeweiligen Zielgruppen zu kümmern, und zu entscheiden, welche Käufergruppen mit welchen Produkten in welcher Preislage angesprochen werden sollen. Nachdem sich in den letzten vier Krisenjahren die Strukturen in den Einkommensklassen, insbesondere in der freiverfügbaren Kaufkraft, völlig verändert hätten, sei dies die vordringliche Aufgabe für ein zielgerichtetes Marketing.

"Die alten Media-Rezepte greifen nicht mehr. Premiumkäufer haben zwar ein höheres Einkommen, aber auch weniger Zeit zum Einkaufen und für den Konsum von Werbung," erklärt Dr. Peter Haller, Geschäftsführer der Serviceplan Agenturgruppe in München und Vertreter des GWA. Die Studie zeige, dass die vier Käufertypen, nämlich Premiumkäufer, Markenkäufer, Promotionkäufer und Handelsmarkenkäufer, bei den klassischen Medien Fernsehen, Print, aber auch beim neuen Medium Online ein ganz anderes Nutzungsverhalten haben. Premiumkäufer zum Beispiel sähen weniger fern, Handelsmarkenkäufer dagegen deutlich häufiger.

Gerade in schwierigen Zeiten solle man neue Projekte nicht zurückstellen, sondern Innovationen vorziehen, rät Haller. Die Studie mache deutlich, dass es sich lohne, für innovative Produkte gegen den Strom zu werben und dies mit Hilfe eines neuen Media-Konzepts, das den mobilen Premiumkäufer dort antreffe, wo er sich auch tatsächlich aufhalte. Das sicherste Rezept für Misserfolg sei eine Zunahme von Rabattaktionen, wie sie heute üblich sei. "Diese Preisaktionen vernichten den Mehrwert einer Marke im Kopf des Verbrauchers", mahnt Haller.

www.gwa.de


www.gfk.de

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