Zumwinkel als Telekom-Aufsichtsratschef geschwächt
Schwindende Gefolgschaft

Der Rücktritt von Regine Büttner als Kandidatin für den Personalvorstand schwächt Klaus Zumwinkels Position. Zumwinkel setzte sich stark für die umstrittene Büttner ein, fand jedoch keine entscheidende Unterstützung. Auch Großaktionäre bleiben skeptisch.

DÜSSELDORF. „Es war einer der schwärzesten Tage im Leben dieser Frau“, heißt es in Aufsichtsratskreisen nach der Tagung der Telekom-Kontrolleure am vergangenen Dienstag. Es ist aber auch ein schwarzer Tag für Chefkontrolleur Klaus Zumwinkel. Grund ist der überraschende Rücktritt der Kandidatin für den Telekom-Personalvorstand.

Die 50-jährige Regine Büttner, Wunschbesetzung der Gewerkschaft Verdi, zieht am Tag der Aufsichtsratssitzung überraschend ihre Kandidatur für den Posten zurück. Die umstrittene Telekom-Mitarbeiterin hätte nicht die nötigen Stimmen der Kontrolleure erhalten. Zu einer Abstimmung kommt es nach Informationen aus dem Umfeld des Aufsichtsrates aber gar nicht erst.

Klaus Zumwinkel hat sich nach Angaben aus dem Umfeld des Aufsichtsrates vehement für die umstrittene Kandidatin eingesetzt. Büttners Absage schwächt den Chefkontrolleur der Telekom empfindlich. Schon gar, weil Vertreter der Kapitalseite Büttner ihre Unterstützung verweigern. Offenbar konnten sich unter anderem die beiden Großaktionäre Bund und Blackstone nicht für Büttner erwärmen. Nun steht die Telekom ohne Personalchef da, weil der amtierende Vorstand Heinz Klinkhammer das Unternehmen zum Jahresende verlässt.

Büttner fällt bereits vor Beginn der Tagung durch. Um 11 Uhr treffen sich Vertreter der Kapitalseite am Dienstag, um vor Beginn der Sitzung Gespräche mit den drei Vorstandskandidaten für den nach Umsatz viertgrößten deutschen Konzern zu führen. 20 Minuten sind pro Vorstand vorgesehen – die Kontrolleure sollen Gelegenheit bekommen, sich persönlich ein Bild von den Auserwählten zu machen.

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