Management
Zur Person: Pater provocateur

Querdenken mit geradem Rückgrat – das ist sein Leben. Rupert Lay, vor 73 Jahren im sauerländischen Drolshagen geboren, schlägt schon in Jugendjahren einen ungewöhnlichen Weg ein.

img DÜSSELDORF. Mit 23 Jahren tritt der Sohn eines Sparkassendirektors in den Jesuitenorden ein und entscheidet sich im Studium für die ungewöhnliche Fächerkombination Physik, Philosophie, Psychologie, außerdem belegt er im Fernstudium noch Betriebswirtschaftslehre.

Nach der Promotion in Philosophie und der Habilitation in Physik lehrt er von 1968 an als ordentlicher Professor an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt. Parallel dazu macht er sich als Managementberater einen Namen, gleichzeitig arbeitet er als Psychotherapeut.

Seine provokativen Thesen bringen ihm ein Lehr- und Publikationsverbot in religiösen Fragen und 1996 schließlich die unfreiwillige Emeritierung ein. Dennoch lässt sich der streitbare Geist den Mund nicht verbieten.

Nach dem Eklat bekennt der Jesuitenpater, dass er einen Sohn hat. In der Öffentlichkeit meldet er sich weiterhin mit provokanten Thesen zu Kirche, Wirtschaft und Politik zu Wort.

Der umtriebige Mensch, der in mehreren Aufsichtsräten sitzt, hat sich auch als Bestsellerautor einen Namen gemacht, unter anderem mit den Büchern „Marxismus für Manager“, „Dialektik für Manager“ oder „Ketzer, Dogmen, Denkverbote“. Noch heute ist Lay ein gefragter Redner auf hochkarätigen Podien. Sein Kommentar: „Nur zum Zuhören gehe ich heute nirgendwo mehr hin.“

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