Zurich Insurance Group

Ackermann gibt nach Manager-Selbstmord Posten ab

Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gibt überraschend seinen Posten beim Versicherungskonzern Zurich auf. Er begründet den Rückzug vom Amt des Verwaltungsratspräsidenten mit dem Suizid eines Managers.
Update: 29.08.2013 - 08:04 Uhr 16 Kommentare
Josef Ackermann gibt sein Amt als Verwaltungsratspräsident von Zurich Financial auf. Quelle: Reuters

Josef Ackermann gibt sein Amt als Verwaltungsratspräsident von Zurich Financial auf.

(Foto: Reuters)

ZürichNach dem Freitod des Finanzchefs Pierre Wauthier tritt Präsident Josef Ackermann mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat des Versicherungskonzerns Zurich zurück. „Der unerwartete Tod Pierre Wauthiers hat mich zutiefst erschüttert“, wurde Ackermann in der Mitteilung zitiert. „Ich habe Grund zur Annahme, dass die Familie meint, ich solle meinen Teil der Verantwortung hierfür tragen, ungeachtet dessen, wie unbegründet dies objektiv betrachtet auch sein mag.“ Er sehe eine weitere erfolgreiche Führung des Verwaltungsrates in Frage gestellt.

„Um jegliche Rufschädigung zu Lasten von Zurich zu vermeiden, habe ich beschlossen, von allen meinen Funktionen im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung zurückzutreten.“ Sein Stellvertreter Tom de Swaan werde die Funktion des amtierenden Verwaltungsratspräsidenten übernehmen.

Wauthier war am Montag tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er hat sich mit großer Wahrscheinlichkeit selbst getötet, wie die Polizei am Dienstag mitgeteilt hatte. Über die Motive von Wauthiers Schritt gibt es keinerlei Angaben. Die Ermittler der Polizei sagten nicht, ob ein Abschiedsbrief gefunden wurde. Im persönlichen Gespräch hatte Wauthier stets einen ruhigen und sehr freundlichen Eindruck gemacht.

Ackermann war nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank seit März 2012 Verwaltungsratspräsident bei der Zurich Gruppe. Sein Stellvertreter Tom de Swaan sagte: „Ich bin fest entschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung Zurich weiter auf dem Weg zum Erfolg zu führen.“

Die Joe-Show ging weiter
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Zurich Insurance Group - Ackermann gibt nach Manager-Selbstmord Posten ab

16 Kommentare zu "Zurich Insurance Group: Ackermann gibt nach Manager-Selbstmord Posten ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kann man alles glauben, was in den gleichgeschalteten Massenmedien steht?

    Und wenn es kein Selbstmord war?

    Vielleicht wusste er zuviel uns musste deshalb "gehen"?


    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/paul-joseph-watson/der-unter-mysterioesen-umstaenden-verstorbene-investigative-journalist-michael-hastings-befuerchtete.html

  • Erstaunlich, wie lange sich Deutschland bis jetzt dem Diktat der Manager gebeugt hat, aber wenn keine Aussage greifbar ist und auch Politiker wie Manager agieren , wird sich Platos Staatentheorie diesmal global wiederholen, es sei denn der globale Radikale Islamismus macht der momentan herrschenden Manager-Oligarchie , äh was sag ich denn, wir sind ja schon bei der Ochlokratie ein Ende. Wobei ich mir hab sagen lassen, dass die Islamisten den Finanzplatz London schon aufs Korn genommen haben, und das nicht mit Bomben!
    Da die Demokratie ja nicht sichtbar ist, überrollt uns wohl das Chaos. Und dann sind wir alle wieder gleich! Ist das nicht schön!!! Und das alles Dank solchen Kopf in den Sand steckenden, radelnden Ackermanns. Ist das Leben nicht schön ?

  • Ackermann hat noch nie persönliche Qualitäten gezeigt, auch jetzt nicht.

    Es ist traurig, was so in St. Gallen herangezüchtet wird.

  • er hat ja eben nicht versagt. jedenfalls gegenüber denen nicht, die das spiel bestimmen.
    Und um das ganze grundsystem zu verstehen, empfehle ich goldschmied fabian, prof. bernd senf(tiefere ursachen der krise), andreas popp(danistakratie), das zwangsgeldsystem von mario fleischmann.
    Dann finden die den rest des grauen auch noch :-)

  • vielleicht holt ihn ja der managerposten bei den bilderbergern langsam selbst ein.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Als Bankchef wollte Ackermann die Deutschen mit dem Kapitalismus versöhnen" Na das ist ja gründlich daneben gegangen, niemand hat die Auswüchse des Turbokapitalismus und der menschenverachtenden Weise der Damager so in die Köpfe der Menschen gebracht wie Ackermann, warum lobt man Manager eigentlich noch so hoch und gibt ihnen noch eine Branche zum Ruinieren, die so vollständig versagt haben ?

  • Hat er doch über viele, viele Jahre in Frankfurt/M durch die Nähe zu Merkel gelernt!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.


  • ergänzende Anmerkung: Ich meinte Ackermann wird seiner möglichen Verantwortung gerecht. Mehr kann er da nicht als Signal tun.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%