Zusammenhang mit der Kirch-Pleite
Justiz durchsucht Breuers Privatwohnung

Die Staatsanwaltschaft hat im Zuge von Ermittlungen gegen Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Rolf Breuer im Zusammenhang mit der Kirch-Pleite eine Wohnung und zwei Büros durchsuchen lassen.

HB/dpa FRANKFURT. Eine Justizsprecherin bestätigte am Montag in Frankfurt einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“. Der gescheiterte Medienunternehmer Leo Kirch hatte gegen Breuer wegen dessen Äußerungen zur Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe geklagt.

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen waren von den Durchsuchungen sowohl die Privatwohnung Breuers als auch zwei Büros der Deutschen Bank betroffen. Dies wurde von der Justiz nicht offiziell bestätigt. Nach Angaben der Sprecherin wird die Auswertung des beschlagnahmten Materials eine Zeit lang dauern. Wann mit einem Abschluss des Ermittlungsverfahrens zu rechnen sei, ließ die Sprecherin offen.

Kirch wirft Breuer vor, mit den Äußerungen zur Insolvenz des Unternehmens im vergangenen Jahr beigetragen zu haben. Breuer hatte Anfang 2002 in einem Fernsehinterview zur Finanzlage der KirchGruppe gesagt: „Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.“ Nach Darstellung der Kirch-Seite sollen diese Äußerungen ein „Todesstoß“ für den bereits finanziell angeschlagenen Konzern gewesen sein.

Außerdem gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Breuer unwahre Äußerungen gegenüber Aktionären zum Eingang einer Klage machte. „Focus“ zufolge soll Breuer bei der Hauptversammlung am 22. Mai gesagt haben, er habe keine Kenntnis von einer Klage. Sie soll demnach aber bereits am 13. Mai bei der Deutschen Bank eingegangen sein.

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