Zwei Geschäftsführer müssen wegen Korruptionsverdachts gehen
Affäre um NRW-Immobilienfirma

Die Bestechungsaffäre um die LEG Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH fordert weitere personelle Konsequenzen.

HB DÜSSELDORF. Nach den jüngsten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen Korruptionsverdachts wurden mit Barbara Clemens und Hein Arning zwei weitere Geschäftsführer der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft beurlaubt. Neue Geschäftsführer werden Ferdinand Tiggemann, 55, gleichzeitig Geschäftsführer der BLB NRW, einer Baufirma des Landes NRW, und Ulrich Tappe, 49, bislang Geschäftsführer einer Essener LEG-Tochter.

Nach ersten Ermittlungen im November musste bereits der damalige LEG-Chef Rainer Witzel gehen, obwohl er seine Unschuld beteuert hatte. Inzwischen steht Witzel unter Verdacht, Schmiergeld in sechsstelliger Höhe entgegengenommen zu haben. Manfred Morgenstern, LEG-Aufsichtsratschef und NRW-Baustaatssekretär, begründete die Beurlaubungen so: In der Öffentlichkeit solle nicht der Hauch eines Verdachts entstehen, dass die LEG die Bestechungsvorwürfe nicht konsequent verfolge, weil Geschäftsführer als befangen gelten könnten. Die Innenrevision der LEG kooperiere mit der Staatsanwaltschaft. Ein leitender Angestellter habe bereits ein Verschulden eingeräumt. Ihm wurde fristlos gekündigt.

Mitte der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft 30 Objekte in Krefeld und Düsseldorf durchsucht, darunter die Zentrale der LEG. 140 Polizisten und 16 Staatsanwälte waren bei der Razzia im Einsatz. Die Ermittlungen richten sich neben sechs Immobilienmanagern der LEG auch gegen SPD- und CDU-Politiker, unter anderem gegen das Krefelder CDU-Ratsmitglied Wilfrid Fabel, der zu Unrecht eine Spende an den Krefelder Eishockey-Club Pinguine weitergereicht haben soll. Bei den Ermittlungen geht es um Untreue in Zusammenhang mit einem LEG-Wohnungsbauprojekt in Krefeld.

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