0 Bewertungen
02.05.2008 
MIT-Forschung für Unternehmen nutzbar machen

Globale Maßschneiderin

von Christoph Mohr

Die richtige Bezeichnung für ihre Aufgabe am legendären Massachusetts Institute of Technology (MIT) muss wohl noch gefunden werden.

Auf ihrer Visitenkarte darf sich Rochelle Weichman "Executive Director" des Office of Executive Education der MIT Sloan School of Management nennen, Geschäftsführerin für Manager-Weiterbildung der Business School der weltberühmten Technologie-Hochschule. Doch das sagt nur etwas über ihre hierarchische Position, wenig über ihre Funktion aus.

Weiterführend ist da schon ein Blick auf Weichmans vorherige berufliche Funktion, die sie heute überwacht. Als "Director of Custom Programs" war sie da direkt für die Weiterbildungsprogramme (Executive Education) zuständig, die die MIT Sloan School für Unternehmen weltweit individuell entwickelt ("maßschneidert").

"Die Besonderheit aller unserer Executive-Education-Programme ist, dass sie alle auf der Forschung unserer Professoren und Dozenten beruhen", erklärt Weichman. "Wir verkaufen kein Programm aus dem Katalog." Damit ist die 55-jährige Bildungsmanagerin auch weniger Chefverkäuferin als Schnittstelle zwischen den MIT-Forschern und den Unternehmen, wie beispielsweise der deutschen Eon.


Am 8. Mai: Handelsblatt custom programs fair
Das custom programs-Angebot der MIT Sloan School of Management präsentiert Rochelle Weichman auch persönlich auf der 2. Handelsblatt custom programs fair in Düsseldorf am 8.05.2008, die führende custom programs-Anbieter aus Europa und den USA mit Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen zusammen bringt. Die Messe ermöglicht deutschen Personalern einen allgemeinen Überblick (Präsentationen, Podiumsdiskussionen), aber auch direkte Gespräche mit einzelnen Schulen hinter verschlossenen Türen.

Vertreten sind die Top-Anbieter Ashridge, Center for Creative Leadership, Columbia Business School, Duke Corporate Education, ESADE, HEC Paris, IESE Business School, Instituto de Empresa, MIT Sloan School of Management, Ross School of Business (University of Michigan), Said Business School (University of Oxford), The Tuck School of Business at Dartmouth, Thunderbird Europe und Wharton. Der Besuch ist für Personaler kostenlos; Teilnahme nur auf Einladung. Auskünfte: Rubach & Partner (berlin@rubach-pr.de; Tel.: 030 826 62 05)


"Wenn ein Unternehmen an uns herantritt, dann geht es erst einmal darum, herauszufinden, welchen Problemen es sich gegenübersieht und ob einer der MIT-Leute zu diesem Problemfeld etwas zu sagen hat." Weichman, die etwa eine Woche im Monat "on the road" ist, trifft sich dazu erst einmal mit einem ranghohen Unternehmenskontakt, beispielsweise mit dem HR-Chef oder dem R & D-Leiter. Wenn sich dann ein geeigneter MIT-Professor findet, geht man gemeinsam an die Erarbeitung des Managerfortbildungsprogramms für den zahlungskräftigen Kunden.

In gewisser Weise hat man bei MIT Sloan so aus der Not eine Tugend gemacht. "Wir sind eine kleine Business School", sagt Weichman, "und unser Ziel ist es sicherlich nicht, der größte Anbieter von Custom Programs in den USA zu werden." Interessiert ist man auch nicht an einem nur einmaligen Geschäft: "Wir sind an langfristigen Beziehungen zu den Unternehmen interessiert, die mindestens ein paar Jahre dauern, und an Programmen, durch die dann 200 bis 300 Manager eines Unternehmens gehen."

Was Weichman den Job erleichtert, ist zweifellos der weltweite Ruf des MIT. "Viele Manager kommen einfach gerne einmal zum MIT. MIT Sloan liegt in Cambridge, Massachusetts, am Nordufer des Charles River, auf halber Strecke zwischen der Innenstadt von Boston und dem großen Konkurrenten Harvard.

Vielleicht sollte man die englische Sprache um einen Begriff bereichern? Customizer scheint eine gute Job-Bezeichnung für Rochelle Weichman. Oder vielleicht Chief Customizer?

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Blogkommentare zu diesem Artikel

Jobsuche und Gehaltsvergleich

Der Jobturbo durchsucht für Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in über 36 deutschen Stellenbörsen.

Wettbewerb

Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010 gesucht! 

Deutschlands beste Arbeitgeber gesucht!

Das Great Place to Work Institute Deutschland führt alljährlich die Benchmarkstudie „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ durch. Machen Sie mit! Informationen und Anmeldeformulare zum aktuellen Wettbewerb finden Sie hier. Das Handelsblatt ist Kooperationspartner der Aktion. WEB-Link


weiterHandelsblatt Quiz

Business Behaviour: Das perfekte Dinner mit dem Chef

Los geht's!Höflichkeit und gute Manieren sind im Job oft entscheidend. Neben alltäglichen Fallen während der Bürozeit, lauern nach Feierabend eher exotische Fettnäpfchen. Wissen Sie, was zu tun ist, wenn Sie ganz groß ausgehen?
Testen Sie Ihr Wissen!