1 Bewertung *****
06.06.2008 
London ist die MBA-Kapitale Europas

MBA in Großbritannien: Ein Überblick

von Christoph Mohr

Nirgendwo gibt es an einem Ort mehr hochklassige MBA-Angebote als in London. Mit einigen Unterschieden. Ein Überblick über die wichtigsten Business Schools.

Man könnte London, Europas Zentrum des Geldes und der Finanzen, auch MBA-Kapitale nennen. Tatsächlich gibt es in keiner anderen Stadt in Europa oder den USA so viele MBA-Angebote an einem Ort. Ein gutes Dutzend Anbieter sucht zahlungskräftige Studenten, wobei etwa die Hälfte tatsächlich für deutsche MBA-Interessenten in Frage kommt.

Wohl gemerkt: Wir reden bei London Business School, Tanaka und Cass, bei LSE, Henley und Chicago von MBA-Programmen, die zur ersten europäischen Liga gehören. Das ist eine Spielklasse höher als selbst die Spitzengruppe der sechs bis sieben führenden MBA-Anbieter in Deutschland. Damit wird London, auch wegen der glänzenden Job-Chancen für MBA-Absolventen in der Finanzindustrie der City, zu einer MBA-Destination, die sich jeder MBA-Interessent mit Ambition genauer anschauen sollte.

Natürlich gibt es auch zwischen den Schulen in London signifikante Unterschiede. Hier folgt alles, was man wissen sollte, wenn man sich für einen MBA in London interessiert.

London Business School
Die London Business School (LBS) ist ohne Zweifel nicht nur die beste britische Business School, sondern formt mit IMD (Lausanne) und Insead (Fontainebleau) auch das europäische Spitzentrio. Formal eine Graduate School of Management der University of London, genießt die 1964 gegründete LBS weite Autonomie. Die LBS sieht sich als einzige europäische Schule auch auf Augenhöhe mit den großen amerikanischen Business Schools. Sie bezeichnet sich selbst gerne als "pre-eminent global business school".

Man mag das für ein bisschen dick aufgetragen und sehr unbritisch halten. Tatsache bleibt, dass kaum eine Business School weltweit so international wie die LBS ist, und das sowohl in Bezug auf ihre Studenten als auch ihre Forscher und Forschung.

Daraus ergibt sich möglicherweise auch ihre größte Schwäche: Die LBS hat es nicht nötig, sich besonders für Deutschland zu interessieren und hat deshalb auch nur begrenzt Kontakte nach Deutschland und zu Arbeitgebern hierzulande. Das begrenzt auch die Job-Chancen von LBS-MBA-Absolventen in Deutschland.

www.london.edu

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Es muss nicht immer die große Liebe sein  Artikel in Merkliste

29.08.2008, 11:49 Uhr von Hans G. Nagl

Eine Traumhochzeit ist es sicherlich nicht – die kurz vor der Verkündung stehende Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank. Doch Vernunftehen halten ohnehin häufig besser. Zumal wenn beide Akteure so getrieben sind wie Allianz-Chef Michael Diekmann und sein Commerzbank-Gegenüber Martin Blessing. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

König der Löwen  Artikel in Merkliste

29.08.2008, 05:21 Uhr von Hans-Peter Siebenhaar

Nun geht der kompromisslose Westfale auf die Jagd nach Löwen. Bertelsmann-Chef Ostrowski braucht dringend neue, löwenstarke Wachstumstreiber. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Werbesprüche-Quiz: Auf Kundenfang mit dem Wir-Gefühl

Los geht's!Seit 1990 ist „Wir“ das wichtigste Wort in der Werbesprache. Wissen Sie, wer noch mit dem Sinn für Gemeinschaft auf Kundenfang geht?
Testen Sie Ihr Wissen!
Anzeige