Gleichwohl haben sich solche anfangs spöttisch als "Jet-Set"-Programme bezeichnete Angebote am Markt durchsetzen können. Und wenn die gängigen Rankings nicht täuschen, sind die Arbeitgeber auch tatsächlich bereit, für globale Studienerfahrungen Premiumgehälter zu zahlen.
"Unser Programm hat seinen Markt gefunden", freut sich denn auch Professor Bertrand Moingeon, der das Trium-MBA-Programm mit aufgebaut hat, das HEC Paris zusammen mit der Stern School of Business (New York) und der London School of Economics and Political Science (LSE) anbietet. Zusätzlich zu Paris, London und New York macht der Trium MBA auch noch für jeweils eine Woche in Asien und Lateinamerika Station. 117 000 US-Dollar sind für das sich über 16 Monate erstreckende Teilzeit-Programm zu bezahlen.
Ein weiterer Wettbewerber auf dem Jet set-MBA-Markt ist der One MBA. Das Prinzip ist identisch (Five schools, four continents), die Werbesprüche auch (One truly global MBA). Angeboten wird das mit 45 000 US-Dollar preisgünstige Programm von RSM Erasmus University (Niederlande), der University of North Carolina at Chapel Hill (UNC), der Chinese University of Hong Kong (CUHK), sowie Egade (Monterrey, Mexico) und der Fundacao Getulio Vargas (FGV-EAESP) in Sao Paulo (Brasilien).
Aber man muss sein MBA-Programm nicht in aller Welt stattfinden lassen, um eine internationale Perspektive zu bieten. Die drei großen spanischen Anbieter, Esade, IESE und Instituto de Empresa punkten damit, dass sie in Barcelona oder Madrid auch den Zugang zu der spanischsprachigen Welt Lateinamerikas ermöglichen.
