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28.09.2007 

Sie haben auch versucht, eine virtuelle MBA-Job-Börse im Internet aufzubauen. Was genau ist www.global-workplace.com? Und wie erfolgreich sind Sie damit?

Global-Workplace (GWP) ist eine Community von 50 Business Schools aus den USA, Europa und Asien, die Studenten und Alumni zum Networking anregen möchte. Außerdem ermöglicht GWP, international vertretenen Arbeitgebern eine gezielte Auswahl an MBA-Studenten und Alumni verschiedener Business Schulen durch ein zentrales Webportal zu erreichen. QS hat stets dem Umstand Rechnung getragen, dass die meisten Leute einen MBA machen um ihre Karrierechancen zu verbessern und diese Plattformen – Global-Workplace und TopMBA.com/careers – ermöglichen es uns, MBA-Studenten bei der Jobwahl zu unterstützen.

Firmen können pro Jahr eine gewisse Anzahl an Jobangeboten kostenlos platzieren, was dazu geführt hat, dass in den letzten zwölf Monaten ca. 12 000 Jobangebote auf der Plattform platziert wurden. GWP ist besonders für international vertretene Arbeitgeber interessant, die nicht die Möglichkeit haben, verschiedene Business Schools selbst zu besuchen; die Plattform ist aber auch sehr populär bei Online-Rekruitern – Google zum Beispiel war in den vergangenen Jahren ein häufiger Nutzer der GWP-Site.

Wie groß ist Ihr Unternehmen QS Ltd. Insgesamt?

QS hat heute mehr als 100 Mitarbeiter und Berater weltweit. Wir haben unseren Hauptsitz in London und wichtige Geschäftsstellen in Paris und Singapur. Außerdem haben wir weitere Niederlassungen in Washington DC, Beijing, Sydney und Johannesburg.

Sie sind nun selbst mehr als fünfzehn Jahre Teil der MBA-Welt. Wie hat sich der Markt in dieser Zeit verändert?

Als ich meinen MBA gemacht habe, waren die US-Schulen bei weitem die wichtigsten Ausbildungsstätten im Bereich Business. Ich denke, diese Kluft zwischen Amerika, Europa und Asien verringert sich stetig. Unser aktueller TopMBA.com Recruiter Survey belegt, dass mehr und mehr Business Schools außerhalb der USA von Arbeitgebern als wichtige Ausbilder qualitativ hochwertiger MBA-Absolventen anerkannt werden.

Wir produzieren eine jährliche Studie, die ‘Global Recruiters’ Top 100 Business Schools’; diese Studie ist kein Ranking als solches, sondern listet die Business Schools, die bei der Arbeitgeberumfrage am besten abgeschnitten haben nach Region und in alphabetischer Reihenfolge. 2007 sind 23 Schulen aus Asien in den Top 100 vertreten (im Vorjahr waren es lediglich 10), 32 Business Schools aus Europa und 40 amerikanische Schulen. Die restlichen 5 Schulen sind aus Südamerika.

Vor 15 Jahren war es unerlässlich, seinen MBA an einer der ca. 30 anerkannten Business Schools (20 davon in der USA) zu manchen, um einen Job bei einer Consulting-Firma oder im Bereich Investment Banking zu bekommen; und obwohl Consulting-Firmen nach wie vor sehr selektiv bei ihren MBAs sind, finden doch viele Absolventen der Global Top 100 Business Schools eine Anstellung im Bereich Strategy oder in multinationalen Unternehmen. Wir haben auch eine Anzahl von Business Schools aus dem australasiatischen Bereich, die bei der QS World MBA Tour in Europa vertreten sind, da mehr und mehr Kandidaten daran interessiert sind, in diesem sehr dynamischen Teil der Welt zu studieren und zu arbeiten.

Welches sind Ihre erfolgreichsten Messen weltweit?

Was eine Messe erfolgreich macht, ist nicht allein die Zahl der Besucher, sondern auch die Qualität der Kandidaten. Der ideale MBA-Kandidat hat einen guten ersten Universitätsabschluss und zwei oder mehr Jahre Berufserfahrung.

Unser Ziel für Frankfurt ist es, ca. 1000 – 1500 qualifizierte MBA-Interessenten zu gewinnen. Diese Zahl ist vergleichbar mit anderen europäischen Orten, an denen die QS World MBA Tour stattfindet. Für München ist diese Zahl etwas niedriger, ca. 500 – 800, da München vergleichsweise einen kleineren MBA-Markt darstellt. Unsere Messen in Südamerika und auch Nord Amerika sind wesentlich größer, mit Besucherzahlen in Mexiko City, Bogota, Caracas und auch Los Angeles um die 1250 – 2000. Bei einigen unserer Messen in Asien und Indien, zum Beispiel in Mumbai, New Delhi, Beijing und Shanghai liegt die Anzahl der teilnehmenden Besucher bei ca. 1500 – 2500.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Die erfolgreichsten Messen

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