Mit Ihrer World Grad School Tour gehen Sie zusätzlich zu Frankfurt und München auch nach Köln. Warum?
Laut Angaben des Statistischen Bundesamts haben in 2005 mehr als 75 000 Deutsche im Ausland studiert (diese Ziffer bezieht Austauschstudenten mit ein) – eine geringe Zahl gemessen an asiatischen Proportionen, doch für Europa ist das sogar Platz 2 nach Griechenland. Die QS World Grad School Tour richtet sich an Studenten und Young Professionals, die ein geeignetes Masters- oder PhD-Programm im In- oder Ausland finden möchten. Aus unseren Recherchen hat sich ergeben, dass Köln ein großes Potenzial an Masters-Interessenten hat, da die Stadt über eine große Studentenschaft verfügt. Auch die Nähe zu Bochum, wo in Kürze die größte Anzahl neuer Bachelor-Absolventen zu finden ist, spielt dabei eine Rolle.
Für viele stellt ein Master-Studium im Ausland nicht nur eine Gelegenheit dar, sich in einem bestimmten Fach zu spezialisieren, sondern auch die Möglichkeit Sprachkenntnisse zu erwerben und neue Kulturen kennenzulernen.
QS hat auch Studien über den deutschen MBA-Markt durchgeführt. Was wissen Sie über Deutschland?
Unsere Studien sind sehr umfangreich. Zum Beispiel haben wir MBA-Interessenten aus Deutschland gefragt, was sie zum MBA-Studium motiviert. 72% (der globale Durchschnitt liegt bei 69%) der Befragten möchten ihre Karriere grundsätzlich verbessern. 69% (55%) möchten sich neue Kenntnisse aneignen, 49% (41%) sind vorwiegend auf der Suche nach einem beruflichen Netzwerk, 39% (45%) streben einen Berufswechsel an, während 27% (27%) ihre Einkommen verbessern möchten und 16% (25%) beabsichtigen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Kurz gesagt, deutsche MBA-Interessenten unterscheiden sich von anderen MBA-Interessenten aus anderen Ländern darin, dass sie sich mehr darauf konzentrieren, neue Kenntnisse zu erwerben und ein berufliches Netzwerk aufzubauen und weniger daran interessiert sind, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Und was können Sie über den typischen deutschen MBA-Absolventen sagen?
Man kann MBA-Absolventen nicht einfach über einen Kamm scheren, da ihre Berufsziele und Ambitionen doch sehr unterschiedlich sind.
Was man allerdings aus der Rekruiterperspektive beobachten kann, ist, dass deutsche MBAs weltweit sehr gefragt sind, da es nach wie vor nicht sehr viele gibt. Mehr und mehr deutsche Arbeitgeber erkennen die Qualifikation MBA als sehr hilfreich in ihren internationalen Entwicklungsplänen an.
MBA-Recruiter weltweit befinden sich im Kampf um die talentiertesten Studenten. Bei anhaltendem globalen Wachstum steigt der Bedarf an MBAs, ganz speziell in den Bereichen Consulting und Banking.
Unser TopMBA.com International Recruitment und Salary Report 2007 zeigt einige Trends bei Rekruitment und Gehältern. Vorhersagen zu Einstellungen von MBA-Absolventen zeigen, dass der Bedarf an MBAs weltweit zu einem neuen Rekord in 2007 steigen wird. Die TopMBA.com Studie belegt einen Anstieg der Nachfrage für MBAs von 24% (24% im Vorjahr), dabei berichtet der Sektor Technologie den größten Anstieg von 29% (20%), im Finanzwesen liegt diese Zahl bei 23% (24%), Industrie (24% (18%) und Consulting bei 22% (39%).
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