Für wen?
Der MBA ist etwas für Leute, die nach einem abgeschlossenen Erststudium bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen. Damit sind sie typischerweise Ende 20 bis Ende 30.
Karrieretechnisch gibt es zwei "Sorten" von MBA-Interessenten: die, die den MBA nutzen wollen, um sich für höhere Aufgaben im eigenen Unternehmen zu empfehlen, und die, die den Job wechseln wollen. In beiden Fällen ist er so etwas wie der Ausweg aus einer beruflichen Sackgasse: Er hilft Spezialisten, z.B. Ingenieuren, in eine Führungsposition, in der sie mit Entscheidungen betraut sind, für die sie ihr Studium nicht vorbereitet hat. Und er eröffnet allen anderen den Sprung in Industrien, für die sie von ihrer Ausbildung nicht qualifiziert waren und oft nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Die Germanistin, die Pharma-Managerin wird, der Forstwirt, der zu Siemens geht...
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Was vermittelt wird, ist das Rüstzeug für Manager. Damit dürfte der MBA eigentlich für niemanden in Frage kommen, der in Deutschland acht oder mehr Semester BWL studiert hat. Doch viele Beispiele zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist. Dass das so ist, spiegelt vor allem die großen Schwächen der betriebswirtschaftlichen Ausbildung in Deutschland wider. Sie ist eben nicht praxisnah und international genug, nicht ganzheitlich und teamorientiert. Und vor allem interessiert sie sich nicht für die Menschen, die sie ausbildet.
