Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit, an die deutsche MBA-Interessenten zu wenig denken, ist der eigene Arbeitgeber. Wer in der Liga "High Potential" spielt, für den kann es durchaus Sinn machen, mit seinem Unternehmen über diese zusätzliche Qualifikation zu verhandeln. Bei Beratungsunternehmen ist dies sogar fast Standard.
Wer kein Stipendium bekommt oder in Anspruch nehmen will, der muss naturgemäß über eine Selbstfinanzierung des Studiums nachdenken und wahrscheinlich einen Kredit aufnehmen. In der Vergangenheit war eine solche Form der Studienfinanzierungsformen in Deutschland unüblich und deshalb bei den meisten Banken und Sparkassen nicht zu erhalten. Dies ändern sich in dem Maße, in dem auch Studiengebühren in Deutschland die Regel werden. Hier hilft nur hartnäckiges Fragen von einem Kreditinstitut zum nächsten.
Auch ganz neue Finanzierungsformen wie Bildungsfonds entstehen in Deutschland. So bietet etwa die Münchener CareerConcept AG, die bislang solche Fonds nur für deutsche Hochschulen auflegte, jüngst erstmals auch entsprechende Möglichkeiten für MBA-Studenten an. Allerdings betrifft dies nur Top-Business Schools in Europa und den USA.
Angeraten ist es auch, bei den Business Schools selbst nach so genannten "loan programs" zu fragen. Oft gibt es nämlich entsprechende Angebote nationaler oder lokaler Banken nur für die MBA-Studenten einer Schule. Dieses sind in der Regel Darlehen zu Vorzugskonditionen, deren Zinssatz auch für den MBA-Studenten günstiger sein kann als das Angebot deutscher Kreditinstitute.
Und immer wieder gibt es ungeahnte Möglichkeiten, wie zum Beispiel den Wettbewerb um ein 34000 Euro-Stipendium, den das Magazin "karriere" (Verlagsgruppe Handelsblatt) für ein MBA-Studium an der Top-Schule RSM Erasmus ausschreibt.
Welche deutschen Unternehmen Interesse an MBA-Absolventen haben
