150. Geburtstag des Gründers
Rezepte von Robert Bosch funktionieren immer noch

Robert Bosch hat um die Jahrhundertwende einen der ersten Gobal Player Deutschlands aufgebaut. Nach seinen Prinzipien wird der Konzern auch an seinem heutigen 150. Geburtstag geführt – mit erstaunlichem Erfolg.
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Stuttgart„Der Vadder kommt, löscht die unnötigen Lichter aus!“ Wenn Robert Bosch durch seine Werkshallen ging, warnten sich die Mitarbeiter untereinander – ob Stift oder Prokurist. Stromverschwendung war dem Gründer zuwider. Wen er ertappte, der musste sich auf ein Donnerwetter gefasst machen.

Ein Mechaniker aus der Anfangszeit des Unternehmens formulierte es einst so: „Jeder wurde bei seiner Einstellung von Herrn Robert Bosch persönlich auf Leistung und saubere Arbeit geprüft. Murkser und Pfuscher wurden in der Bosch-Werkstätte nicht geduldet.“

Wer vor Boschs Augen bestand, dem vertraute er und gab ihm Freiheiten. Zeitlebens vertrat Bosch die Auffassung, dass unternehmerischer Erfolg auf der Qualität der Produkte und dem Vertrauen zu den Mitarbeitern und den Geschäftspartner basiert.

1886 gründete Robert Bosch die „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“. Der technikbegeisterte Unternehmer achtete akribisch nicht nur auf Qualität, sondern darauf, dass weder „Kräfte“ noch „Naturschätze“ verschwendet wurden. Schwäbische Sparsamkeit paarte sich mit dem, was heute Nachhaltigkeit genannt wird.

Bosch war eigen, aber nicht ohne Grund. Das Geld musste im Hinterhof des Hauses Rothebühlstraße 75 B in Stuttgart zusammengehalten werden. In der ersten Krise 1892 musste er von 24 Leuten bis auf zwei alle entlassen. Fast wäre sein kleiner Betrieb von der Bildfläche verschwunden. Das saß tief. Er selbst bezeichnete die ersten Jahre, als er fast jede Reparaturarbeit annahm, als „böses Gewürge“.

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Kommentare zu " 150. Geburtstag des Gründers: Rezepte von Robert Bosch funktionieren immer noch"

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  • Das ist ja nun wirklich interessant: da feiern wir heute also den 125. Geburtstag von Robert Bosch. D.h. er wurde 1886 (= 2011 - 125) geboren. Und noch im gleichen Jahr gründete er die „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ - was für ein frühreifes Kerlchen muss er gewesen sein! Womöglich hat er ja schon aus der Gebärmutter heraus alles in die Wege geleitet!?
    Da hat also auch damals schon das Motto gegolten: "Wir können alles, außer Hochdeutsch."

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