188 000 Jobs in Deutschland verloren
Unternehmen verlagern in den Osten

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Jobs vor allem die als Billigstandorte geltenden neuen EU-Länder verlagert. Laut Statistischem Bundesamt gingen dadurch rund 188 000 Jobs in Deutschland verloren.

HB WIESBADEN. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben rund 18 Prozent der Firmen mit 100 und mehr Beschäftigten zwischen 2001 bis 2006 Teile ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten in andere Staaten ausgelagert oder wollten dies tun. Ziel für 60 Prozent der 20 000 Befragten waren die zwölf neuen EU-Mitglieder, gefolgt von China mit 36 Prozent und den 15 bisherigen EU-Staaten.

Gut 188 000 Arbeitsplätze gingen dadurch verloren, zugleich wurden von den verlagernden Unternehmen in Deutschland 105 000 neue Jobs geschaffen. Dazu zählen die Statistiker auch Stellen von Mitarbeitern, die andere Funktionen übernahmen.

Am stärksten war der Trend zur Verlagerung ins Ausland in der Industrie mit 26 Prozent und hier insbesondere im Hochtechnologiebereich mit 33 Prozent. Von den Firmen, die wissensintensive Dienstleistungen anbieten, zum Beispiel Unternehmensberatung oder Softwareentwicklung zog es nur 19 Prozent ins Ausland.

Die Erfahrungen der Unternehmen mit Verlagerungen waren den Angaben zufolge überwiegend positiv. Als Vorteile wurden eine bessere Positionierung im Wettbewerb (73 Prozent), geringere Lohnkosten (67 Prozent) und der leichtere Zugang zu neuen Märkten genannt (55 Prozent). Als Nachteil nannten 14 Prozent den gestiegenen Logistikaufwand.

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