200 bis 250 Apotheken stehen vor Schließung
Apotheken: Gesundheitsreform bedroht 20 000 Arbeitsplätze

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) lehnt die von Regierung und Opposition geplante Gesundheitsreform als „Irrweg“ ab.

HB/dpa BERLIN. Schon durch die bisherigen Sparmaßnahmen stünden im laufenden Jahr 20 000 Arbeitsplätze auf der Kippe, warnte ABDA-Präsident Hans-Günter Friese am Dienstag in Berlin. Allein im ersten Halbjahr seien 10 000 Stellen weg gefallen, die gleiche Zahl sei bis Jahresende „bedroht“. Die Reformpläne seien ein „Anschlag auf das deutsche Apothekerwesen“.

Für 2003 erwartet Friese die Schließung von 200 bis 250 Apotheken bundesweit. Bei den knapp 21 500 öffentlichen Apotheken waren Ende 2002 knapp 140 000 Menschen beschäftigt. Neben den Patienten seien die Apotheken die Hauptbetroffenen der Reformpläne. Obwohl der Anteil der Medikamente an den Gesamtausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur bei 15 Prozent liege, sollten in diesem Bereich 20 Prozent oder zwei Milliarden Euro der für 2004 geplanten Einsparsumme erreicht werden.

Friese wandte sich außerdem gegen die angepeilte Freigabe des Versandhandels, die Aufhebung des Mehrbesitzverbotes für Apotheker und die Preisfreigabe für nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Erfahrungen im Ausland hätten gezeigt, dass mit neuen Strukturen und mehr Wettbewerb für die Apotheken das Ziel einer Kostensenkung nicht erreichbar sei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%