27 Prozent Zuwachs seit Jahresbeginn
Mittelstands-Index legt eine ordentliche Zwischenbilanz vor

Eigenkapitalaufnahme über die Börse wird oft lediglich als Finanzierungsmöglichkeit für Großkonzerne sowie technologieorientierte Wachstumsunternehmen wahrgenommen. Dabei nutzen auch mittelständische Unternehmen diesen Finanzierungsweg.

Allerdings haben diese Unternehmen gelegentlich mit geringen Handelsvolumina und mangelndem Interesse bei den Finanzanalysten zu kämpfen. Daher mag es in der Vergangenheit durchaus vorgekommen sein, dass man von einem anvisierten Börsengang wieder Abstand genommen hat. Wie aber kann für diese Unternehmen der Weg an die Börse noch interessanter werden? Einerseits können neue Marktsegmente speziell auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten werden. Die jüngste Initiative der Deutschen Börse mit dem neuen Entry Standard etwa ist solch ein Beispiel. Doch auch Aktienindizes können helfen, indem sie über die Existenz und Performance von mittelständischen Unternehmen an der Börse berichten.

Indizes dienen Finanzanalysten als Orientierungshilfe und können die Aufmerksamkeit von Investoren sowie der Öffentlichkeit auf die im jeweiligen Index vertretenen Unternehmen lenken.

Der German Entrepreneurial Index (Gex) der Deutschen Börse stellt einen solchen Aktienindex für deutsche mittelständische Unternehmen dar. Er wählt mittelständische Unternehmen nicht nach ihrer Größe, sondern insbesondere nach zwei Merkmalen aus: Eigentümerdominanz und Dauer der Kapitalmarktzugehörigkeit. So sind im Gex alle Werte enthalten, bei denen das Management zwischen 25 und 75 Prozent der Stammaktien hält und deren Börsengang nicht länger als zehn Jahre zurückliegt.

Das Kriterium der Eigentümerdominanz ist für mittelständische Unternehmen charakteristisch, da sich auch im Falle eines Börsenganges die Alteigentümer meist nicht vollständig von ihren Anteilen trennen.

Seit Jahresanfang hat der Gex um 27 Prozent zugelegt und liegt damit weit vor den 14 Prozent des Dax oder den acht Prozent des Tec-Dax. Auch ein längerfristiger Vergleich seit Rückrechnungsbeginn des Gex im Juni 2002 deutet darauf hin, dass Familienunternehmen an der Börse mindestens so gut abschneiden wie große Konzerne mit breit gestreutem Aktieneigentum.

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