309 000 Jugendliche noch unversorgt
Handwerk will mehr Ausbildungsplätze schaffen

Das Handwerk will die Ausbildung des Berufsnachwuchses auf eine breitere Basis stellen und so für zusätzliche Lehrstellenangebote sorgen. Auch kleinere Betriebe sollen sich beteiligen.

HB SCHWERIN. „Wir werden Ein-Mann-Betriebe verstärkt miteinbeziehen, denen bislang häufig auch der Mut fehlte, einen Lehrling einzustellen“, kündigte Handwerkspräsident Otto Kentzler in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. Da die „Alleinkämpfer“ eine umfassende Ausbildung nicht gewährleisten könnten, laufe die Organisation über Verbünde und unter Einbeziehung der Berufsbildungszentren des Handwerks.

Wie der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervorhob, gibt es im Angebot regional große Unterschiede. „In Dortmund oder Frankfurt/Oder haben wir ein deutliches Plus zum Vorjahr. In anderen Regionen müssen wir noch die Werbetrommel rühren.“ Schließlich sei die Heranbildung eines qualifizierten Berufsnachwuchses im Interesse der Betriebe selbst. „Wegen der rückläufigen Geburtenentwicklung nimmt die Zahl der Schulabgänger ab. Deshalb müssen wir jetzt das Handwerk attraktiv machen“, sagte Kentzler. Seinen Angaben zufolge nimmt der Zulauf zu den Meisterlehrgängen spürbar zu.

Jüngsten Erhebungen zufolge liegt das Lehrstellenangebot im Handwerk leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Bundesweit waren Ende Mai noch knapp 309 000 Jugendliche als unversorgt gemeldet und 124 000 Lehrstellen unbesetzt.

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