Ab 2007
Polen öffnet sich für alle EU-Arbeitnehmer

Nicht nur Bulgaren und Rumänen können ab 1.1.07 in Polen ohne Arbeitserlaubnis tätig werden. Auch für Arbeitnehmer aus allen anderen EU-Ländern soll der polnische Arbeitsmarkt geöffnet werden, plant Arbeitsministerin Anna Kolata.

bfai WARSCHAU. Dies will sie auf der für den 7.11.06 anberaumten Sitzung des Europäischen Beschäftigungsrates bekannt geben. Damit sollen die Gegenseitigkeits-Klauseln gegenüber Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, die selbst Beschränkungen gegenüber Polen aufrechterhalten, bald nicht mehr gelten.

Polen rechnet jedoch nicht mit einer Überflutung seines Arbeitsmarktes mit Ausländern. Denn zum einen sind die Durchschnittsgehälter wesentlich geringer als in anderen EU-Staaten, und zum anderen die sprachlichen Barrieren hoch: Polnisch ist schwer, und Englisch wird in Polen nur bedingt gesprochen. Der berufliche Aufstieg soll zwar allgemein leichter sein als zum Beispiel in Großbritannien und den Niederlanden, doch haben selbst hoch spezialisierte polnische Fachkräfte im internationalen Vergleich einen relativ niedrigeren Lebensstandard. Manager suchen daher wohl eher Arbeit in Ländern wie Russland.

Deshalb werden ab 2007 vor allem Arbeitskräfte für einfache Beschäftigungen nach Polen kommen, urteilen Experten. Betroffen sind Schweißer, Schlosser, Bauarbeiter und Vertreter verschiedener Handwerksberufe. Doch dürfte die Zuwanderung wegen der niedrigen Löhne für solche Tätigkeiten insgesamt trotzdem gering ausfallen. Die Effekte für die Gesamtwirtschaft sollten positiv sein: Ähnlich wie Polen das irische oder britische BIP steigern, würden Bulgaren und Rumänen - die zu Hause noch weniger verdienen - das polnische beflügeln. Allerdings ziehen es die beiden Letztgenannten Medienberichten zufolge vor, in Spanien und Griechenland zu arbeiten

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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