Abkommen
China winkt mit vielen Großaufträgen

Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Peking werden voraussichtlich drei Abkommen deutscher Unternehmen in Milliardenhöhe unterzeichnet. Der größte Geschäftsabschluss ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Vereinbarung von MAN Nutzfahrzeuge über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in China mit einem Gesamtumfang von rund 1,5 Mrd. Euro.

HB BERLIN/PEKING. Auch Thyssen-Krupp soll voraussichtlich nach den Gesprächen der Kanzlerin mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao am Montag in der Großen Halle des Volkes ein Abkommen unterzeichnen. Ferner werde die deutsche Leasingfirma Windrose Air eine Kooperation mit einer chinesischen Fluggesellschaft zum Leasing von kleineren Geschäftsflugzeugen eingehen.

Die deutsche Botschaft in Peking wollte sich nicht zu den Abschlüssen äußern, sondern wies darauf hin, dass Vertragsunterzeichnungen bei Kanzlerbesuchen häufig bis zur letzten Minute verhandelt werden und deswegen unsicher seien. Die Pläne für eine Unterzeichnungszeremonie seien noch nicht konkret festgelegt. Bei MAN hieß es: „Möglicherweise wird etwas unterschrieben. Weitere Einzelheiten können wir dazu derzeit nicht nennen.“

Die Kanzlerin trifft am späten Sonntagabend zu ihrem zweiten China-Besuch in Peking ein. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche am Montag mit dem Ministerpräsidenten Jiabao sowie Staats- und Parteichef Hu Jintao stehen die Entwicklung um die globale Erwärmung nach den Vereinbarungen auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm zur Verringerung der schädlichen Treibhausgase sowie die bilateralen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Deutschland und die Volksrepublik blicken auf 35 Jahre diplomatische Beziehungen zurück und wollen das nun auch feiern. Außerdem eröffnet die Kanzlerin in Nanjing eine über drei Jahre laufende Veranstaltungsreihe zur Präsentation Deutschlands in verschiedenen Provinzen Chinas. Es ist das größte kulturelle und wirtschaftliche Vorhaben, das Deutschland bisher im Reich der Mitte unternommen hat, und wird seinen Abschluss in der Weltausstellung 2010 in Shanghai finden. Von China reist die Bundeskanzlerin nach Japan weiter.

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