Absatzchancen in Mittel- und Osteuropa: „Die Kunden müssen für Qualität bezahlen wollen“

Absatzchancen in Mittel- und Osteuropa
„Die Kunden müssen für Qualität bezahlen wollen“

Der Glasbauspezialist Seele aus dem bayerischen Gersthofen erwirtschaftet über 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland – hauptsächlich in Europa. Die Absatzchancen in Mittel- und Osteuropa bewertet Seele-Chef Arnulf Christa unterschiedlich.

Prestigeträchtige Projekte sind die Spezialität der Seele GmbH & Co. KG. In Straßburg konstruiert sie den Glasvorbau des Bahn-hofs. Die feierliche Eröffnung ist im Juni 2007, wenn der erste Hochgeschwindigkeitszug aus Paris eintrifft. Weitere Vorzeigeprojekte des Mittelständlers sind die Glasfassade der Europäi-schen Investitionsbank in Luxemburg, das Dach der neuen Messe in Leipzig und die Glasstruktur am Terminal 5 des Londoner Heathrow-Flughafens.

„Großbritannien, Irland, Frankreich, die USA und der Nahe Osten sind unsere wichtigsten Märkte“, berichtet Arnulf Christa, Geschäftsführer Seele Dubai. Sein Unternehmen beschäftigt 250 Mitarbeiter im Stammhaus in Gersthofen und 150 im Ausland – vornehmlich in Österreich und in der Tschechischen Republik. Für 2006 erwartet Seele einen Umsatz von 80 Millionen Euro, ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Der Auftragsbestand liegt bei 130 Millionen Euro. „Es geht steil nach oben“, sagt Christa.

Die Absatzchancen in Mittel- und Osteuropa bewertet der Seele-Chef unterschiedlich: „Am meisten versprechen wir uns noch von Polen. Aber ein Wirtschaftsboom allein bringt uns nicht viel. Unsere Kunden müssen bereit sein, für eine besondere Fassade auch einen entsprechenden Preis zu zahlen. Auch in Russland laufen Vertriebsbemühungen: Von diesem Markt erhoffen wir uns einiges.“

Die Stützen des Auslandsgeschäftes aber bleiben die angestammten westeuropäischen Märkte. „In Frankreich sind wir bei zahlreichen Projekten mit im Boot, meist ähnliche Vorhaben wie in Straßburg“, sagt Christa. Ein unausgeschöpftes Potenzial gebe es noch in anderen europäischen Märkten mit hoher Kaufkraft, wie in Spanien und Italien. Die Bauwirtschaft sei in diesen beiden Ländern gut in Schwung.

Egal wo Seele aktiv ist – das Erfolgsrezept heißt immer: Qualität und Kompetenz. Christa: „Die meisten neuen Kundenkontakte erhalten wir über unsere bereits realisierten Referenzprojekte. Oft werden wir von Planungsbüros und Architekten angesprochen und bereits bei der Projektentwicklung mit einbezogen. Oder es wenden sich Bauherrn an uns, die von unseren Projekten in einer Architekturzeitschrift gelesen haben.“

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