Absicherung durch schriftliche Bestätigung
Wertzuwächse bei Immobilienfonds

Missverständnis oder Falschberatung? Die Beantwortung dieser Frage kann von großer Bedeutung sein, wenn ein kurzfristig benötigter Geldbetrag in einer mittel- bis langfristig orientierten Anlageform investiert wird.

Die bevorstehende Erweiterungsinvestition des Handwerksbetriebs mit Kosten von 300.000 Euro wird sich bei Rolf M. um rund ein Jahr verzögern. Da M. einen über die zu finanzierenden 300.000 Euro hinausgehenden Betrag von 90.000 Euro aus eigenen Mitteln bereitstellen wollte, stellte sich ihm die Frage nach einer möglichst lukrativen Anlagemöglichkeit dieses Betrages. Nach Rücksprache mit verschiedenen Banken wurde M. schnell klar, dass er für den Zeitraum von einem Jahr bei keinem der angefragten Kreditinstitute mehr als 2,5 Prozent Zinsen erzielen würde. M. erkundigte sich daraufhin bei seiner Hausbank nach offenen Immobilienfonds und vor allem danach, ob der von einem Kollegen erwähnte Wertzuwachsvon rund fünf Prozent auch tatsächlich erzielbar sei.

Der Anlageberater der Bank machte M. deutlich, dass sich die Wertentwicklung in der Vergangenheit beim von der Bank angebotenen Fonds tatsächlich weitgehend an der genannten Zahl von fünf Prozent orientierte. Allerdings, auch darauf wies der Bankmitarbeiter deutlich hin, sei die Anlage in offenen Immobilienfonds eher als mittel- oder sogar langfristiges Investment zu sehen und nach seiner Meinung nicht als Anlageform für ein Jahr. Probleme gäbe es bei einem derartig kurzen Anlagezeitraum schon wegen der Kosten des bei Fonds obligatorischen Ausgabeaufschlags von rund fünf Prozent, die den möglichen Wertzuwachs vor allem bei kurzen Laufzeiten entsprechend beeinflussen könnten.

Der Bitte von M., eine Reduzierung dieser Kosten vorzunehmen, wollte oder konnte sein Gesprächspartner nicht entsprechen, so dass sich M. anschließend bei einem privaten Vermögensberater nach offenen Immobilienfonds erkundigte. Zwar beantwortete auch dieser die Frage nach dem Anlagezeitraum mit "eher mittelfristig", allerdings zeigte er sich bei der Höhe des Ausgabeaufschlags kompromissbereit, so dass M. statt der ursprünglichen fünf Prozent lediglich 3,5 Prozent zahlen sollte. Endgültig überzeugt war M., als ihm der Anlageberater zusicherte, dass er den Immobilienfonds "börsentäglich" wieder verkaufen könne. M. sei also keineswegs auf die ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr angewiesen, falls das Geld für die Investition doch früher benötigt würde als bisher geplant.

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