Afrika
Eine Brücke über den Kongo

Es ist eines der ganz großen Projekte im Kongo. Über den die Demokratischen Republik Kongo und die Republik Kongo trennenden Fluss soll eine Brücke geschlagen werden. Sie soll die Hauptstädte beider Länder miteinander verbinden.

KINSHASA. Kinshasa und Brazzaville, die durch den breiten Kongo-Fluss getrennten Hauptstädte der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo, sollen durch eine Eisenbahn- und Straßenbrücke verbunden werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde im Juni 2009 von den zuständigen Ministern unterzeichnet. Das Projekt soll innerhalb von fünf Jahren realisiert werden und die regionale Integration sowie die wirtschaftliche Entwicklung beider Staaten ankurbeln. Eine 7,7 Mio. US$-Durchführbarkeitsstudie wird bereits erarbeitet.

Die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa, liegt derjenigen der Republik Kongo, Brazzaville, auf Sichtweite gegenüber, rund 4 bis 6 km getrennt durch den mächtigen Kongo-Strom. Beide Metropolen sollen künftig durch eine Eisenbahn- und Straßenbrücke verbunden werden. Die Entscheidung über die Realisierung des NEPAD-Projektes wurde auf dem jüngsten Ministertreffen der Wirtschaftsgemeinschaft der Zentralafrikanischen Staaten(CEEAC) im Juni 2009 in Kinshasa getroffen. (Der CEEAC gehören Äquatorialguinea, Angola, Burundi, Gabun, die Demokratische Republik Kongo, Kamerun, die Republik Kongo, Ruanda, Sao Tomé and Principe, Tschad und die Zentralafrikanische Republik an).

Eine entsprechende Absichtserklärung (MOU) zum Bau der Brücke wurde vom Planungsminister der Demokratischen Republik Kongo, Olivier Kamitatu, und seinem Amtskollegen aus der Republik Kongo, Justin Balemego, der für regionale Integration und die NEPAD zuständig ist, unterzeichnet. Das Projekt soll einen regelmäßigen und sicheren Warenverkehr zwischen Kinshasa und Brazzaville gewährleisten und zur Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung beider Nachbarstaaten beitragen, erklärte Kamitatu aus diesem Anlass.

An einer Durchführbarkeitsstudie für das Vorhaben wird bereits gearbeitet, verlautete aus der NEPAD. Die geschätzten Kosten der Untersuchung wurden mit 7,7 Mio. US$ beziffert. Angaben über Schätzungen der Gesamtkosten des Brückenbaus wurden nicht gemacht. Die Afrikanischen Entwicklungsbank finanziert 95% des Projekts. Die restlichen 5% werden von beiden Kongos aufgebracht. Es wird erwartet, dass die Bauarbeiten in Kinsuka, einem Vorort von Kinshasa, beginnen.

Das Projekt wird nicht nur den Warenverkehr zwischen dem Hafen Pointe Noire in der Republik Kongo und Kinshasa erhöhen, sondern auch die "Entfernung" zwischen Kinshasa und dem Atlantischen Ozean um etwa 200 km verkürzen, wird aus Kinshasa berichtet. Eingeschlossen ist auch der Bau einer Eisenbahnverbindung (1.015 km) zwischen Kinshasa und der Stadt Ilebo in der Western Kasai Province der DR Kongo. Damit wird Kinshasa per Bahn mit Lubumbashi (2.300 km) verbunden sein. Eine Bahnverbindung zwischen Ilebo und Lubumbashi besteht bereits. Lubumbashi ist die Hauptstadt der an Bodenschätzen reichen Provinz Katanga im Südosten der DR Kongo.

Seite 1:

Eine Brücke über den Kongo

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%