Agrarhandel
Deutschland und China unterzeichnen Veterinärabkommen

Berlin und Peking vereinbaren engere Zusammenarbeit im Bereich Lebensmittelsicherheit. Agrarstaatssekretär Müller optimistisch, dass Exportmöglichkeiten für deutsches Schweinefleisch verbessert werden. Damit könnten deutsche Landwirte von den anhaltenden Preissteigerungen auf dem chinesischen Markt profitieren.

HB BERLIN/PEKING. Deutschland und China haben in Peking eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit vereinbart. Ziel des Abkommens ist eine engere Zusammenarbeit bei der Sicherheit und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und mehr Informationsaustausch über Krankheiten wie die Vogelgrippe.

„Die heutige Unterzeichnung ist ein Grundbaustein für weitere Verhandlungen zur Marktöffnung Chinas“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Dr. Gerd Müller. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass noch bestehende Handelshemmnisse zügig ausgeräumt werden können. Er sagte dies auch mit Blick auf eine Verbesserung der Exportmöglichkeiten von Schweinefleisch nach China. Bisher gibt es Probleme beim Schweinefleischexport nach China.

Der Markt ist für Lieferanten durchaus attraktiv: Schweinefleisch ist Grundnahrungsmittel in China. Steigende Nachfrage und Produktionsausfällen aufgrund wiederholter Seuchenausbrüche ("blue ear disease") hatten im laufenden Jahr zu drastischen Preissteigerungen geführt. Zahlreiche Importverbote beziehungsweise -restriktionen scränken allerdings den Marktzugang ausländischer Produzenten ein.

Bisher liegt das Agrarhandelsvolumen zwischen Deutschland und China nach Angaben des Berliner Ministeriums bei rund 1,1 Milliarden Euro im Jahr - dabei entfällt auf die deutschen Importe etwa eine Milliarde Euro. „Deshalb ist es an der Zeit, diesem Markt eine stärkere Bedeutung beizumessen“, sagte Müller. Mit zunehmendem Wohlstand wächst die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Ein weiterer Nachfrageschub wird für die Olympischen Spiele 2008 in Peking erwartet.

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