AHK-Umfrage
Deutsche Unternehmen in Slowenien meist zufrieden

Deutsche Unternehmen in Slowenien bewerten ihre jetztige Situation ausgesprochen gut und auch für die Zukunft sind sie bester Laune. Das ergab einer Umfrage der Deutsch-Slowenischen Auslandshandelskammer.

bfai LJUBLJANA. "Deutsche Unternehmen in Slowenien rechnen für 2007 mit einer weiteren Verbesserung ihrer ohnehin schon guten Geschäftstätigkeit", freut sich Gertrud Rantzen, die Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Slowenischen AHK. In der Mitgliederbefragung gaben 47 Prozent der Unternehmen an, die Aussichten für die Wirtschaft seien besser als 2006, nur 7 Prozent sehen eine Verschlechterung. Lob gab es unter anderem für die Infrastruktur und die Produktivität der Arbeitnehmer, während etwa die Steuern und Verwaltung kritisiert wurden.

Ihre eigene Geschäftslage bewerteten 67 Prozent der Unternehmen als positiv und 20 Prozent sogar als sehr positiv. Für 2007 erwarten 53 Prozent der Befragten eine weitere Steigerung ihrer Geschäftsaktivitäten, für 7 Prozent soll diese sogar sehr deutlich ausfallen. Insgesamt sind die Unternehmen mit ihrem Engagement in Slowenien zufrieden, fast 90 Prozent würden wieder im Land investieren. Die guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen unterstreicht für Gertrud Rantzen auch die Tatsache, dass es Ende 2006 zur Gründung der Deutsch-Slowenischen Industrie- und Handelskammer gekommen ist.

Zu den für ihre Mitglieder wichtigsten Standortfaktoren zählt Frau Rantzen Steuersystem und -belastung, die EU-Mitgliedschaft, Rechtssicherheit, die Effizienz der öffentlichen Verwaltung sowie die Infrastruktur. Dagegen habe die Befragung ergeben, dass etwa der Fördermittelzugang, die Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen, die Bedingungen für Forschung und Entwicklung sowie die generelle wirtschaftspolitische Stabilität von nachgeordneter Bedeutung seien.

Insgesamt haben die AHK-Mitglieder in Slowenien dabei durchaus auch Kritik an einigen Rahmenbedingungen geübt. Diese bezog sich neben der Verwaltung sowie der hohen Belastung und dem System bei den Steuern vor allem auch auf die Zahlungsmoral und die hohen Arbeitskosten. Negativ wird zudem der nach wie vor hohe Einfluss des Staates auf die Wirtschaft gesehen. Die Infrastruktur wird insgesamt gelobt, wobei das Schienennetz noch verbessert werden muss. Hier will Slowenien bis 2023 etwa 8,9 Mrd. Euro investieren.

Als positiv haben die Unternehmen dagegen nicht nur die EU-Mitgliedschaft, politische Stabilität und wirtschaftspolitische Berechenbarkeit herausgestellt , sondern auch die Qualität und Verfügbarkeit von lokalen Zulieferern, die Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Produktivität der Arbeitnehmer sowie auch die gute Inlandsnachfrage.

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