Aktuelle KfW-Studie
Mittelständlern gehen die Ideen aus

Alarmierende Zahlen: Immer weniger deutsche Mittelständler bringen laut einer Studie neue Produkte erfolgreich auf den Markt. Die KfW spricht gar von einer „Generation der Innovationsverweigerer“.

HB FRANKFURT. Der Anteil von kleinen und mittleren Unternehmen in der forschungsintensiven Industrie, die echte Innovationen eingeführt haben, ist in den vergangenen Jahren von 15 auf zehn Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der bundeseigenen KfW-Bankengruppe.

Noch Besorgnis erregender sei der Rückgang von elf Prozent im Jahr 2002 auf sechs Prozent im Jahr 2004 bei den jungen Unternehmen. „Es steht zu befürchten, dass in Deutschland - überspitzt formuliert - eine Generation von Innovationsverweigerern heranwächst“, sagte der scheidende KfW-Vorstandssprecher Hans Reich, bei der Vorstellung der Ergebnisse. Diese Entwicklung könnte die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schwächen und sich nachteilig auf den Arbeitsmarkt auswirken. Denn die Studie belege, dass gerade innovative Mittelständler neue Jobs schaffen, betonte Reich.

Der Anteil der Unternehmen, die im untersuchten Zeitraum mindestens ein innovatives Projekt durchführten, erhöhte sich zwar um vier Prozentpunkte auf 42 Prozent. Reich verwies jedoch auf die entscheidende Bedeutung echter Marktneuheiten, worunter sowohl Produkte als auch Dienstleistungen zu verstehen seien.

Besonders problematisch ist laut KfW ein Fakt: Gerade junge Unternehmen wagen es immer seltener, für den Markt neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und erfolgreich einzuführen. Größtes Hemmnis für Innovationen sind laut der Untersuchung Finanzierungsprobleme.

Ein Großteil der innovativen Mittelständler (59 Prozent) finanziert seine Innovationsaktivitäten aus zuvor erwirtschafteten Gewinnen bzw. dem laufenden Cashflow. Vor allem kleine und junge Unternehmen besitzen oft nicht die nötige Innenfinanzierungskraft und müssen dann mangels Finanzierung auf Innovationen verzichten.

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