Alternative Energien Banken fördern Solarprojekte

Im brandenburgischen Turnow-Preilack strebt man auf die Sonnenseite. Dort entsteht der zweitgrößte Photovoltaik-Park der Welt und zugleich der größte in Deutschland. Das Geld stammt zu einem Großteil von hessischen Banken. Doch während deutschlandweit Projekte aus dem Boden sprießen, hält sich Hessen bislang zurück. Genau das soll sich nun ändern.
  • Andreas Schulte
In der Nähe von Cottbus bauen Investoren Deutschlands größten Solarpark - mit Krediten hessischer Banken.

In der Nähe von Cottbus bauen Investoren Deutschlands größten Solarpark - mit Krediten hessischer Banken.

FRANKFURT. Auf einer Fläche, deren Größe 210 Fußballfeldern entspricht, sollen vom nächsten Jahr an rund 700 000 Solarmodule Sonnenstrahlen in Elektrizität umwandeln. Die Anlage wird pro Jahr rund 53 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Damit kann das Solarkraftwerk nördlich von Cottbus rund 15 000 Haushalte mit Energie versorgen.

Das Geld für das ehrgeizige Projekt stammt zum Großteil von Banken mit Sitz in Hessen. An der Finanzierung beteiligen sich die Frankfurter KfW Ipex-Bank, die innerhalb der KfW-Bankengruppe für Projekt- und Unternehmensfinanzierungen zuständig ist, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die DZ Bank. Hinzu kommen die Nord LB und die Bremer Landesbank. Insgesamt rund 130 Mio. steuern die Kreditinstitute bei. Die KfW Ipex-Bank übernimmt rund ein Drittel des Volumens, die Helaba ein Fünftel. Die Laufzeit beträgt 18 Jahre. Rund 80 Prozent des Investitionsvolumens des rheinland-pfälzischen Projektentwicklers Juwi sind Fremdkapital.

In Hessen selbst jedoch sind die Banken weniger aktiv, wenn es darum geht, alternative Energien zu fördern - hier mangelt es bisher schlicht an geeigneten Projekten. Das gilt sowohl für die Solar- als auch die Windkraft. So wurden in Hessen im Jahr 2008 nur 19 Windenergieanlagen aufgestellt. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz waren es 43, in Brandenburg sogar 219. Vergleichbare Vorhaben wie den Photovoltaik-Park in Turnow-Preilack sucht man in Hessen vergebens.

Dabei wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, mit größeren Projekten zu starten. Denn die Preise für Solaranlagen sind im vergangenen halben Jahr um rund 20 Prozent gefallen. "Aufgrund der starken Preissenkung sind Investitionen in Solarstromanlagen derzeit besonders attraktiv", sagt Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft.

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