„Alternative Standard“
Deutsche Börse startet Klein-Segment im November

Die Deutsche Börse plant nach Informationen des Handelsblatts zum 21. November den Start des lange erwarteten Segments für Börsengänge kleiner Firmen innerhalb des Frankfurter Freiverkehrs.

FRANKFURT. Das von Bankern als „Alternative Standard“ bezeichnete Projekt solle anlässlich des jährlichen Eigenkapitalforum vorgestellt werden, das von der KfW Bankengruppe und der Deutschen Börse veranstaltet wird, hieß es in Finanzkreisen. Der „Alternative Standard“ sollte ursprünglich im Oktober aus der Taufe gehoben werden. Wegen rechtlicher Bedenken der Finanzmarktaufsicht BaFin war zwischenzeitlich aber von einer Verschiebung sogar ins nächste Jahr die Rede. Offenbar sind diese Probleme nun ausgeräumt. Weder die Deutsche Börse noch die BaFin wollten sich dazu äußern.

Der „Alternative Standard“ orientiert sich am „Alternative Investment Market“ (AIM) der Londonder Börse, der mit geringen Kosten für einen Börsengang in den vergangenen zehn Jahren fast 1300 Firmen angelockt hat. Deutschland fehlt seit der Schließung des Neuen Marktes 2003 eine vergleichbare Plattform für Börsengänge.

Auch andere Börsen wollen Aktien aus dem Mittelstand mit speziellen Handelsplattformen locken, so die Börse München mit ihrem neuen Aktienmarktsegment „M:access“. Am Handelsplatz Stuttgart gibt es das Segment „Gate-M“.

Die Deutsche Börse berechnet seit diesem Jahr einen eigenen Aktienindex für eigentümergeführte Unternehmen, den „Gex“. Experten rechnen damit, dass in den kommenden Jahren ein wichtiger Teil der Börsengänge in Deutschland aus dem Bereich des eigentümergeführten Mittelstandes kommt.

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