Mittelstand

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Altersvorsorge: Freiberufler lehnen Versicherungspflicht ab

exklusivDer Bundesverband der Freien Berufe sieht keine positiven Effekte einer Vorsorgepflicht für Selbständige. Die nötige Eigenverantwortlichkeit würde dadurch weiter abnehmen, sagte BFB-Hauptgeschäftsführer Metzler.

Rentner sitzen auf einer Parkbank. Quelle: SAP/dpa
Rentner sitzen auf einer Parkbank. Quelle: SAP/dpa

BerlinDer Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat sich gegen eine Versicherungspflicht für Selbstständige ausgesprochen. „Den Selbstständigen sollte es offen stehen, selbst zu entscheiden, wie sie vorsorgen und in welchem Umfang sie vorsorgen können“, sagte BFB-Hauptgeschäftsführer Arno Metzler dem Handelsblatt.

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Natürlich sollte der Staat weitere Anreize zur privaten Vorsorge setzen. „Wir haben aber die Sorge, wenn es zur Pflicht wird, dass dann die Eigenverantwortlichkeit weiter nachlässt und nur noch in den geforderten Grenzen vorgesorgt wird“, sagte Metzler, dessen Verband rund eine Million Freiberufler mit 2,9 Millionen Beschäftigten vertritt.

Laut Metzler bringe eine Vorsorgeverpflichtung keinen Gewinn. „Der mangelnde Ertrag ist bei denjenigen, die heute nicht vorsorgen, regelmäßig die Ursache“, so Metzler. Eine Pflichtversicherung für Selbstständige, die an kein obligatorisches Alterssicherungssystem gebunden ist, sei grundsätzlich abzulehnen.

  • 25.04.2012, 17:03 UhrGeorg

    Wie ist das eigentlich zu verstehen, wenn nur die unter 50 Jährigen hier zur Zahlung herangezogen werden und voraussichtlich erst mit 65-67 Jahren überhaupt in den Genuss einer Rente kommen werden. Was passiert die nächsten 15 Jahre mit den Einzahlungen ALLER Selbstständigen ? Da alle über heute 50 nicht einzahlen müssen,,,passiert was mit denen, wenn diese in Probleme geraten ?
    Als ich vor über 20 Jahren in die Selbstständigkeit wechselte war von Banken u. Versicherungen die die wachsende Lebensversicherung als die Altersvorsorge propagiert worden. Davon habe ich 3 Stück und die erste wird mit 58 fällig um diese dann in ein Altersicherndes Immobilienprojekt zur Umschuldung einfliessen zu lassen. Wo steckt hier der Sinn ? Wenn ich nun mit knapp 50 anfangen soll hier einzuzahlen. Wenn ich nur annähernd die 680 Euro im Monat bekommen möchte müsste ich ab heute minimum 800 Euro im Monat einzahlen da ja alle meine LV`s , Vermietung u. Verpachtung nicht angerechnet werden.
    Mein Sylvester Bleiguss sagte.: Es droht Betrug ! Jetzt weiss ich was damit gemeint war. Denn das Finanzamt zur Gebühreneinzugszentrale zur Altersicherung zu gestalten empfinde ich als höchst befremdlich, wo doch jeder weiss, daß dort nichts was reinkommt für das verwendet wird, für was es erhoben wurde.

  • 02.01.2012, 20:31 Uhrfliege61

    er hat recht...lieber in eine private Rente einzahlen...privat kann ich jetzt nicht mehr, weil ich als sogenannter Scheinselbstständiger 19,9% Pflichtversichert bin und am minimum Kratze. Was ich dann vom Staat an Rente bekomme ist ein Witz...!!!

  • 02.01.2012, 17:02 UhrRolo

    Versicherungspflicht JA, aber dann bitte für ALLE !

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