Aluminiumindustrie
Aluboom in Deutschland geht zu Ende

Der seit drei Jahren anhaltende Boom in der deutschen Aluminiumindustrie ebbt ab. Trotz voller Auslastung steckten die Unternehmen, die Primäraluminium erzeugen, in der Kostenklemme. Grund seien die im internationalen Vergleich hohen deutschen Strompreise. Allerdings erwartet die Branche eine Abschwächung auf sehr hohem Niveau.

DÜSSELDORF. „Wir erwarten für 2008 eine Abschwächung von einem sehr hohen Niveau“, sagte Christian Wellner, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie (GDA), in Düsseldorf. „Es gibt Befürchtungen, dass die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Konjunktur durchschlagen. Dem können wir uns nicht entziehen“, sagte er. Der GDA geht dennoch davon aus, dass der Branchenumsatz mit voraussichtlich 17,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben wird.

Diejenigen Unternehmen, die sich auf die Weiterverarbeitung spezialisiert hätten, verdienten gut, sagte Wellner ohne genauere Angaben zu machen. Jedoch steckten die Hütten, die sogenanntes Primäraluminium erzeugen, trotz voller Auslastung in der Kostenklemme. Grund seien die im internationalen Vergleich hohen deutschen Strompreise. 80 Prozent der Produktionskosten der Hütten entfallen auf Energie.

Der GDA äußerte sich wenige Tage vor der am Dienstag beginnenden Messe „Aluminium 2008“ in Essen. Zu der alle zwei Jahre stattfindenden Fachausstellung, die bis zum 28. September dauert, werden diesmal 869 Aussteller aus 46 Ländern und 17 000 Besucher erwartet. Das sind 224 Aussteller und 2 000 Besucher mehr als 2006.

Verwunderlich ist das nicht. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der weltweite Aluminiumverbrauch um rund die Hälfte erhöht. Maßgeblich hat dazu der steigende Einsatz des Leichtmetalls im Automobilbau beigetragen. Daneben spielt der zunehmende Trend zu Single-Haushalten eine Rolle; er erhöht tendenziell den Verbrauch an Aluminiumverpackungen und Getränkedosen. Positiv entwickelt sich auch der Absatz an die Bauindustrie.

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