Anbieter von Holzlack vertrauen auf Innovationen
Schutz gegen Pilze, Würmer und Bakterien

Was Klavierlack ist, weiß jeder: Er ist schwarz, glänzend und eben. Doch hier hört das Wissen von Laien über verschiedene Holzlacke oft schon auf. Dabei erleichtern sie vielen Menschen unbemerkt den Alltag – und Hersteller haben in den vergangenen Jahren wahre Multitalente entwickelt.

OSNABRÜCK. Holzlacke dienen längst nicht mehr nur zum Schutz, sondern verhindern zum Beispiel auch das Verrutschen von Gegenständen und wirken antibakteriell. Holzlacke werden in zwei Gruppen unterteilt. Lack für den Einsatz unter freiem Himmel soll Gartenmöbel und Zäune vor tierischen und pflanzlichen Schädlingen schützen, etwa vor Holzwürmern und Pilzen. Auch im Haus soll die Schutzschicht den Wert teurer Möbel erhalten, allerdings droht hier eher Gefahr von Staub.

Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist, sind Farbe und Struktur schon bei einer Holzart nie ganz gleichmäßig. Noch größer werden die Unterschiede zwischen verschiedenen Holzsorten: „Jede Holzart hat ihre Besonderheiten, die bei der Lackierung berücksichtigt werden müssen“, sagt Ulrich Abdinghoff, technischer Gebietsleiter im Regionalvertrieb der Hesse GmbH in Hamm. „Es gibt Unterschiede in der Härte, Farbe, Elastizität oder im Verhalten bei Feuchtigkeits- und Temperaturänderungen. Ein guter Holzlack muss diesen Bedingungen Rechnung tragen.“

Für verschiedene Holzarten kommen daher unterschiedliche Lacke zum Einsatz. Mahagoniholz etwa hat sehr viele Poren. Um die Oberfläche zu glätten, muss zuerst eine Schicht dünnflüssigen Lacks aufgetragen werden, der in die Poren eindringt. Ein anderes Problem bereitet Teak-Holz. Es ist sehr fettig, bestimmte Lacke haften deshalb nicht auf der Oberfläche von Teakholzmöbeln. Produzenten haben speziell für diese Holzart einen Lack entwickelt, der weniger ölempfindlich ist als herkömmliche Produkte.

Auch kosmetische Probleme lassen sich durch den richtigen Lack in den Griff bekommen. Helle Holzsorten etwa verändern ihre Farbe, wenn sie über längere Zeit der Sonne ausgesetzt sind. Wenn auf einem hellen Regal einmal eine Vase stand, sind deren Umrisse deshalb auch noch zu erkennen, wenn sie den Standort gewechselt hat. Die richtige Lackierung kann zwar nicht vollständig verhindern, dass die Holzfarbe sich ändert, kann diesen Effekt aber Verzögern. Durch Bleichen werden die natürlichen Farbpigmente im Holz durch künstliche ersetzt, die lichtstabiler sind. Anschließend wird ein Lack mit Lichtschutzmitteln aufgetragen. „Man muss sich diese Schutzschicht aus Lack wie eine Sonnencreme vorstellen“, sagt Abdinghoff. „Der Lack schützt das Möbelstück für eine gewisse Zeit, aber eben nicht ewig.“

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