„Apfelkind“ gegen Weltkonzern
Bonnerin siegt im Krach mit Apple

Ein bizarrer Markenstreit geht zu Ende: Jahrelang zoffte sich die Besitzerin eines kleinen Cafés mit dem gigantischen Apple-Konzern. Doch an der Bonnerin haben sich die Amerikaner die Zähne ausgebissen.
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DüsseldorfChristina Römer siegt mit ihrem Äpfelchen gegen den Weltkonzern Apple. Die Bonnerin darf den Namen und das Logo, dass sie für ihr Familien-Café „Apfelkind“ kreiert hatte, behalten. Denn wie das Deutsche Markenamt mitteilt, hat Apple seinen Widerspruch zurück gezogen – damit scheint eine der bizarrsten Markenstreitigkeiten beendet.

Mit ihrem selbstkreierten Logo wollte die Bonnerin, die Biologie und Kunst studiert hat, Tassen, Kleidung und Spielzeug schmücken. Doch das passte dem amerikanischen Handy-Giganten so ganz und gar nicht. Das Emblem, das Römer im April 2011 beim Markenamt schützen ließ, erinnere doch zu sehr an den angebissenen Apfel des IT-Konzerns. Es bestehe „erhebliche Verwechslungsgefahr.“ Apple schickte seine Anwälte los, legte fünf Tage vor dem Ende der Widerspruchsfrist Einspruch ein und drohte der jungen Frau mit einer dicken Geldstrafe.

Doch Christina Römer hat sich nicht einschüchtern lassen. Auch dann nicht, als sogar ein Anwalt des iPhone-Herstellers extra aus München anreiste, um sich in dem gemütlichen Café umzuschauen. „Wahrscheinlich hat das Unternehmen gedacht, ich ziehe automatisch zurück, wenn ich den Brief erhalten habe“, sagte Römer damals gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Statt einzuknicken, nahm sie sich einen Anwalt und legte einfach Widerspruch gegen den Widerspruch ein. Auch auf einen Kompromiss wollte sich Römer nicht einlassen, denn sie hätte auf das Apfelkind-Logo auf Kleidung und Spielzeugen verzichten müssen. Aber gerade damit will die Unternehmerin ja Geld verdienen.

Fortan schrieben sich die Anwälte einen Brief nach dem anderen und stritten über den roten Apfel mit dem Kindergesicht. „In ruhigen Momenten wird mir manchmal ganz mulmig, wenn ich bedenke, mit wem ich mich da angelegt habe. Aber Angst habe ich keine“, so Römer damals im Interview. Dass die 34-Jährige nicht nachgegeben hat, zahlt sich jetzt in mehrfacher Hinsicht aus: Inzwischen ist das kleine Café deutschlandweit bekannt. Und Apple scheint einzusehen, dass Kaffee und Kuchen offenbar keine Gefahr sind – auch wenn sich der Konzern momentan nicht zu seinem Rückzug äußert.

So richtig vom Tisch ist die Angelegenheit aber dann doch nicht. Denn Apple könnte theoretisch den Streit jederzeit wieder in Gang bringen. Der Grund: Weder ein Gericht noch das Markenamt haben zugunsten von „Apfelkind“ entschieden.

Carina Kontio ist Redakteurin im Ressort Unternehmen & Märkte.
Carina Kontio
Handelsblatt / Redakteurin Unternehmen

Kommentare zu " „Apfelkind“ gegen Weltkonzern: Bonnerin siegt im Krach mit Apple"

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  • Also das Verhalten der Inhaberin sieht eher danach aus " Ich mach was ich will" Die ganze Geschichte ist so überzogen und als Bonner ist mir bekannt dass das Cafe alles andere als toll ist. Eher so ein Treff für Blondchen die meinen etwas besseres zu sein, weil sie in der Südstadt wohnen,
    Die kinder sind nur mittel zu Zweck um in den Medien zu stehen.
    und die Inhaberin ist so unbeliebt dass immer weniger Leute dort hingehen

  • Apple machte früher nur in Computer deswegen dürften sie das Logo behalten. Die Firma Apple-Records der Beatles hatte die Marke im Musik-Business. Vielleicht wollten sie den Fehler nicht machen und dann später von einer Kaffee-Kette oder einem die Rechte weggenommen bekommen.

  • in berlin gibt es oder gab es ein tanz-schuppen der nannte sich bigapple, am ku-damm, LOL...geht da die it bude auch dagegen vor. wow dann machen die noch in tanz und ringelpietz mit anfassen°°°^^

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