Arbeitsmarkt
Impulse für die Beschäftigung

Die Schwäche des deutschen Arbeitsmarktes muss keinesfalls zementiert sein. Das belegen zwei Trends, die der DIHK-Mittelstandsreport 2005 aufzeigt: Dabei setzt die mittelständische Wirtschaft immer häufiger auf flexible Arbeitszeitregelungen.

HB DÜSSELDORF. Dies macht man vorwiegend um rascher auf Kundenwünsche reagieren zu können und um sich bei den Personalkosten Entlastung zu verschaffen.

Laut Mittelstandsreport (siehe auch HB vom 29./30./31.7.2005) beabsichtigt etwa jedes dritte Unternehmen in der Größenklasse von 200 bis 999 Beschäftigten, die Arbeitszeiten ohne vollen Lohnausgleich zu verlängern. Offensichtlich, so die Schlussfolgerung der Forscher, würden sich Maßnahmen zur Lohnkostensenkung auf die aktuelle Personalplanungen der mittelständischen Wirtschaft auswirken. Das gilt insbesondere für Unternehmen mit 200 bis 999 Mitarbeitern, die ihre Beschäftigungspläne gegenüber Jahresbeginn nur unterdurchschnittlich zurückgefahren haben.

Vergleicht man ihre Personalpläne mit den Planungen im Frühsommer des Jahres 2004, dann zeigt sich, dass sie ihre Personalplanungen sogar um sieben Prozentpunkte erhöhen. Damit verbesserten die Mittelständler dieser Kategorie per Saldo ihre Personalplanungen sogar am stärksten von allen Unternehmensgrößenklassen.

Der zweite Aspekt, der zur Lockerung der Beschäftigungsbremse führt, ist laut Mittelstandsreport die Anhebung des Schwellenwertes beim gesetzlichen Kündigungsschutz auf zehn Mitarbeiter. Denn die Zahlen belegen, dass erstmals seit zwei Jahren die „Einstellungsneigung“ der Kleinstunternehmen mit bis zu neun Beschäftigten die der kleineren Unternehmen mit zehn bis 19 Beschäftigten übersteigt. Das heißt: Kleinstunternehmen denken wieder häufiger über Einstellungen nach. Daraus ziehen die Verfasser des Reports den Schluss, dass „ein flexibilisiertes Arbeitsrecht zusätzliche Beschäftigungsimpulse im Mittelstand auslösen würde“.

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