Architekten
Planer mit Geschäftsmodell

Der Wettbewerb unter Architekten ist hart. Einen Ausweg bietet die Spezialisierung, auf einzelne Bauaufgaben oder ein Querschnittsthema. Hans-Peter Weinreich hat sich auf die Renovierung von Gotteshäusern spezialisiert.

STUTTGART. Hans-Peter Weinreich in Neckarsulm ging es wie vielen seiner Kollegen: Er kämpfte mit seinem Team oft vergeblich um Aufträge. Nahm an Wettbewerben teil oder verzettelte sich zwischen Privatkundschaft und öffentlicher Hand. Der Konkurrenzkampf in der Baubranche ist hart. Statistisch kommt in Deutschland auf 650 Einwohner ein Architekt.

Um sein Büro rentabel zu machen, rief Weinreich bei seiner Architektenkammer an, die auch Strategie-Beratungen vermittelt. "Zuerst haben wir mit Hilfe des Beraters ein Controlling installiert", erinnert sich der Planer. Durch Nachkalkulationen einzelner Aufträge erkannte Weinreich, welche seiner Projekte rentabel waren. Ein besonders gutes Verhältnis von Zeitaufwand und Honorar zeigte dabei die Sanierung von Kirchen. Dank seiner Referenzen und als Ehemann einer Religionslehrerin hatte er zudem gute Kontakte, und so spezialisierte er sich darauf, Gotteshäuser zu renovieren: Ob barocke Decke, gotisches Chorgestühl oder Wandbemalungen aus der Renaissance.

Weinreich und andere profitieren von der Konzentration auf eine Bauaufgabe. Das ist nicht die einzige Möglichkeit der Spezialisierung. Es kann auch ein Querschnittsthema wie Energieplanung oder Denkmalschutz sein. Oft steht am Anfang die Analyse durch einen Berater. Bei Weinreich war es das Stuttgarter Büro Preißing. Vater Werner Preißing ist selbst Architekt, Sohn Andreas Betriebswirt. Beide haben schon mehr als 3000 Architekturbüros beraten.

Bei Weinreich erkannte er gleich, dass der Architekt bereits erfolgreich Gottes- und Pfarrhäuser saniert hatte. Aber es gab auch Schattenseiten: fehlende Nachkalkulation, ungeklärte Zeitbudgets von Mitarbeitern und Chef sowie schlechtes Eigenmarketing. Aus Stärken und Schwächen entwickelten Preißing und Weinreich das neue Unternehmenskonzept an dem sich das Büro ausrichtet: Nachdem Zeit- und Kosten budgetiert wurden, ließ Weinreich Mitarbeiter schulen und Kontakte zu Diözesen, zum Landesdenkmalamt und zu Restauratoren aktiviert.

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