ASU
Familienunternehmen fordern Steuerreform

Familienunternehmer fordern im Falle einer Steuerreform die Stärkung des Eigenkapitals von Unternehmen. Wie Lutz Goebel, Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer - ASU", die Forderung begründet.
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BerlinDie Bundesregierung sollte bei ihren Steuerreformbemühungen etwas für die Stärkung des Eigenkapitals von Unternehmen tun. Das verlangt Lutz Goebel, Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer - ASU" in einem Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). "Es geht darum, Unternehmen krisensicherer zu machen", sagte er. Deutschland sei nicht zuletzt wegen stabiler Familienunternehmen gut aus der Krise gekommen. "Eigenkapital darf nicht weiter schlechter als Fremdkapital behandelt werden", forderte Goebel. Auch die nicht ausgeschütteten Gewinne von Personengesellschaften müssten besser gestellt werden. "Außerdem muss die Besteuerung von Kosten wie Mieten, Pachten, Schuldzinsen und Leasinggebühren bei der Gewerbesteuer gestrichen werden", verlangte er.

Die jüngsten Beschlüsse der Koalition, ab 2013 untere und mittlere Einkommen steuerlich zu entlasten, sind Goebel zu unkonkret. "Insgesamt sind die Beschlüsse der Koalition beim Entlastungsvolumen vage geblieben", sagte er. Er forderte Entlastungen bei der "kalten Progression": "Da muss dringend etwas geschehen, sonst kassiert der Staat den Löwenanteil der Lohnerhöhungen", so Goebel.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

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