Attraktiver Arbeitgeber
Logistik-Branche legt Schmuddel-Image ab

Als Thomas Gottschalk Werbung für den Logistik-Konzern DHL machte, nutzte er damit nicht nur seinem Auftraggeber, sondern auch anderen Logistik-Anbietern. Der prominente Werber erhöhte den Bekanntheitsgrad der gesamten Branche. Das war auch dringend nötig.

KÖLN. Logistiker litten lange unter einem schlechten Image, das viele Job-Bewerber abschreckte. Mit Arbeit bei Transport-Unternehmen und Speditionen verbanden Hochschulabsolventen oft Tätigkeiten als Gabelstapler- und Lastwagenfahrer. Doch das Bild ändert sich: „Wir werden langsam attraktiver“, sagt Struck. Cargoline ist ein mittelständischer Unternehmensverbund für Transport- und Logistikdienstleistungen. Die 46 Partner machten mit ihren 5 000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 936 Mill. Euro – Tendenz steigend.

Das Wachstum der Branche führt dazu, dass immer mehr Akademiker in Logistikunternehmen streben. Rund 200 000 Logistikbeschäftigte gehören hochqualifizierten Berufsgruppen wie dem Management oder der Informationstechnik an, schätzt die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft (ATL). So hat Cargoline in den vergangenen Jahren etwa 100 Akademiker eingestellt – im Vergleich zu den Jahren zuvor ein gewaltiger Sprung. „Vor ein paar Jahren haben wir gar keine Akademiker gefunden“, berichtet Struck.

So breit gefächert die Job-Angebote sind, so vielfältig sind auch die Ausbildungsmöglichkeiten. Es gibt über 100 deutsche Universitäten und Fachhochschulen, die Logistik im Angebot haben. Dabei reicht die Spanne von spezialisierten Studiengängen wie an der Hamburg School of Logistics bis hin zu einzelnen Vorlesungsangeboten.

Die Chancen auf einen festen Job sind gut. Jedes Jahr drängen 3 500 Logistik-Spezialisten auf den Arbeitsmarkt, schätzt Frank Straube, Professor am Logistik-Lehrstuhl der Technischen Universität Berlin: „Die finden alle einen Job.“ Allein Straube entlässt pro Jahr 260 Absolventen auf den Arbeitsmarkt, die problemlos adäquate Positionen finden. Es gebe eine Nachfrage nach 30 Prozent mehr Absolventen, allerdings fehlen Studienplätze.

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