Aufschwung laut Studie angekommen: Mittelstand stärkt Eigenkapitalausstattung

Aufschwung laut Studie angekommen
Mittelstand stärkt Eigenkapitalausstattung

Dank des Aufschwungs hat der Mittelstand einer Studie zufolge seine Finanzkraft deutlich verbessert. Die durchschnittliche Eigenkapitalausstattung der Betriebe liegt der „Diagnose Mittelstand“ des Sparkassendachverbandes DSGV so hoch wie noch nie seit Umfragebeginn 1995.

HB BERLIN. Die Eigenkapitalausstattung liege bei durchschnittlich 15 Prozent und damit erstmals im zweistelligen Bereich, hieß es am Mittwoch in der „Diagnose Mittelstand“ . „Der Konjunkturaufschwung hat die kleinen und mittleren Unternehmen in der gesamten Breite erfasst“, sagte DSGV-Präsident Heinrich Haasis. Dieses Jahr dürfte ebenfalls gut laufen und der Gesamtwirtschaft ein Wachstum von leicht über zwei Prozent bescheren. Der DSGV ist damit optimistischer als die meisten Experten, die nach 2,5 Prozent 2007 dieses Jahr weniger als zwei Prozent erwarten.

Im Mittelstand verbesserte sich die Eigenkapitalquote stetig– also das Verhältnis von eigenen Finanzmitteln zur Bilanzsumme. Besonders erfreulich sei, dass immer weniger Unternehmen ganz ohne Eigenkapital arbeiten müssten, sagte Haasis. Dies seien knapp 29 Prozent nach bis zu 40 Prozent in den Vorjahren. Tendenziell seien große Firmen finanzkräftiger als kleine. Die Entwicklung für 2008 und darüber hinaus sei vielversprechend. Denn die Umsatzrentabilität – das Verhältnis des Gewinns zum Umsatz – habe sich mit knapp sechs Prozent auf hohem Niveau stabilisiert. Zudem sei die Zahl der Verlust schreibenden Betriebe erstmals unter 20 Prozent gerutscht.

Der DSGV greift bei der Studie auf seine verbandsinternen Daten zurück, in die unter anderem 102 000 Unternehmensbilanzen von 2006 einfließen. Zudem werden Firmenkundenberater der Sparkassen befragt, die die Auftragslage und Umsatzentwicklung bei fast vier von fünf Firmen als positiv einstuften. Gut 44 Prozent der Kreditinstitute reichten an die Mittelständler 2007 mehr Kredite für Investitionen aus als im Jahr davor. Der Anteil von Erweiterungsinvestitionen legte deutlich auf 40 Prozent zu. „Dies stimmt zuversichtlich für eine anhaltend hohe Investitionsdynamik“, sagte Haasis.

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