Aufschwung ohne Ende
DIHK rechnet mit Super-Wachstum

Der DIHK erwartet deutlich besseres Wachstum als noch zu Beginn des Jahres. Auch deutschen Firmen sehen kein Ende des Aufschwungs: Investitionen und neue Jobs stehen nun an. Im Weg ist nur der Fachkräftemangel.
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BerlinDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für 2011 eine deutlich bessere wirtschaftliche Entwicklung als noch zu Jahresbeginn. In seinem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Konjunkturbericht erhöhte der DIHK seine Wachstumserwartungen für das laufende Jahr von zuvor 3,0 Prozent auf 3,5 Prozent.

Die Bundesregierung hatte im April ein Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 2,6 Prozent vorausgesagt. Zuletzt deutete der neue Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) aber schon an, dass der Aufschwung stärker ausfallen könnte.

„Die Wirtschaft läuft auch in diesem Jahr auf vollen Touren“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.  Getragen werde der Aufschwung vom Export wie auch dem Inlandsgeschäft. „Die Binnenwirtschaft übernimmt mehr und mehr die konjunkturelle Stützungsfunktion“, sagte Wansleben. Die Investitionsabsichten der Unternehmen verbesserten sich noch einmal leicht und erreichten ein neues Rekordniveau. Dies erfasst die gesamte Breite der Wirtschaft und schiebt die Inlandsnachfrage an. Zudem wollen die Firmen wieder mehr Jobs schaffen. 

Deutschlands Unternehmen sind derzeit so zuversichtlich wie zuletzt im Boomjahr 2007, wie die neue Frühsommer-Konjunkturumfrage des DIHK ergab. Ihre aktuelle Geschäftslage schätzten die Betriebe sogar besser ein als vor vier Jahren. An der Umfrage nahmen mehr 24.000 Firmen teil.

Von der guten Lage profitieren auch die Arbeitnehmer. „In nahezu allen Branchen stehen die Zeichen auf Personalaufbau“, sagte Wansleben weiter. „Industrie, Handel und Bau weisen so gute Beschäftigungspläne auf wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.“

In Industrie, Handel und Bau würden so viele Jobs geschaffen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die Arbeitslosigkeit werde 2011 auf durchschnittlich 2,8 Millionen sinken - „den niedrigsten Wert seit 20 Jahren“.

Allerdings bremse der Fachkräftemangel den Personalaufbau spürbar. Betroffen seien etwa Zeitarbeit, die Gesundheitswirtschaft, IT- und industrienahe Dienstleister, das Baugewerbe sowie der Maschinenbau. Knapp ein Drittel sieht hier für die kommenden zwölf Monate ein Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung - doppelt so viele wie zu Jahresbeginn 2010. Regierung und Wirtschaft wollen nun mehr ausländische Experten ins Land holen.

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