Aufsteiger im Porträt
Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen

Vor 40 Jahren noch Heimat schlechter Schoppen, atmen heute viele Regionen Weinkultur. Wir stellen sieben Winzer vor, die zu den Aufsteigern zählen - darunter vor allem Güter von der Südlichen Weinstraße.
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DüsseldorfBrüder Bercher: Glatter Generationswechsel

Die Brüder Eckart und Rainer Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl hatten sich in ihrem langen Winzerleben die Arbeit immer sauber aufgeteilt. Der Ältere kümmerte sich um die 25 Hektar Reben, der andere betreute den Keller. Als der Zeitpunkt gekommen war, dass die Väter allmählich die Verantwortung ihren Söhnen überlassen sollten, klappte das ebenso gut. Eckarts Sohn Martin übernahm die Weinberge. Cousin Arne wurde Nachfolger im Keller.

Die Familie Bercher kam vor mehr als 250 Jahren aus der Schweiz. 1756 entstand am malerischen Marktplatz in Burkheim ein anmutiges, dennoch geräumiges Haus, in dem heute die beiden Cousins mit ihren Familien wohnen. Im Untergrund befindet sich ein weitläufiges Kellergewölbe.

Arne Bercher hat die Kunst, das Holz richtig einzusetzen, vom Vater gelernt und noch verfeinert. „Es kann die Aromen des Weins bis zu einem gewissen Grad unterstützen, aber nicht mehr. Wenn nur noch Vanille und Eiche zu schmecken sind, dann habe ich etwas falsch gemacht“, sagt er. Spätburgunder, der fast die Hälfte der Ernte ausmacht, kommt grundsätzlich ins Fass.

Die Cousins haben beide an der Hochschule in Geisenheim studiert. Bei Martin Bercher, 42 Jahre alt, hochgewachsen, das Haar lang, war von Anfang an klar, dass er Winzer werden wollte. Der 38-jährige Cousin Arne, etwas kleiner, kantiger, den Bart kurz gestutzt, liebäugelte zuerst mit einer wissenschaftlichen Laufbahn im Fach Biologie. Er nahm an einem Forschungsprojekt auf Long Island in USA teil. Dann sah er aber doch, dass er im Weingut gebraucht werde.

Die beiden sind von ihren Charakteren völlig unterschiedlich, ergänzen sich aber prächtig. Martin ist mehr der sportliche Typ. Arne mischt bei der badischen Weinwerbung mit, bei der lange Zeit wenig bis gar nichts geschah. Er kämpft als Vertreter der Güter gegen die Interessenten von Genossenschaften und großen Kellereien.

Kommentare zu " Aufsteiger im Porträt: Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen"

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  • Hallo Herr Falkenstein;
    gibt's Ihre schönen Weinkommentare mal wieder mit den berühmten Essens-Empfehlungen in 2 Sätzen. Das war immer geníal zum Nachkochen ;-)
    Gruß aus Ludenhausen
    Benedikt Happach

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