Auktionen: Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten...

Auktionen
Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten...

Das Interesse an Zukäufen im deutschen Mittelstand ist groß. Angelockt werden die Interessenten von den gut ausgebildeten Belegschaften und dem Know-how der Firmen.

mm FRANKFURT. Dabei kommen nicht nur Wettbewerber aus dem In- und Ausland als Käufer in Frage. Auch bei Finanzinvestoren sind kleinere Unternehmen sehr beliebt. Die Private-Equity-Gesellschaften haben für ihre Fonds riesige Summen eingesammelt. Milliarden, die jetzt nach lukrativen Anlagemöglichkeiten suchen.

„Bei hochspezialisierten Unternehmen gibt es manchmal nur ein oder zwei Kandidaten, die weltweit als Käufer in Frage kommen“, sagt Ernst von Freyberg, Partner der Investmentbank Close Brothers. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, direkte Verhandlungen mit dem aussichtsreichsten Kandidaten aufzunehmen. „Meist ist aber eine Auktion, der richtige Weg um den Kaufpreis zu maximieren“, erläutert von Freyberg.

Eine M&A-Auktion läuft in der Regel nach einem genau festgelegten Muster ab. Zunächst werden die Verkaufsunterlagen an potenzielle Käufer verschickt, die gleichzeitig aufgefordert werden, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erste indikative Angebote vorzulegen. Danach erfolgt eine Vorauswahl. Die Interessenten, die nach der ersten Runde übrig bleiben, gehen in die so genannte Due Diligence, die sorgfältige Prüfung der Bücher und anderer Unternehmensunterlagen.

Danach geben die Kandidaten verbindliche Angebote ab. Der Verkäufer wählt dann gemeinsam mit seinen Beratern einen oder zwei Kandidaten aus, mit denen möglichst bis zum Abschluss eines Verkaufsvertrages verhandelt wird. „Häufig haben die Verkäufer Bedenken, während der Due Diligence sensible Daten offen zu legen, gerade wenn sich Wettbewerber unter den Bietern befinden“, sagt von Freyberg. „Diese Sorgen sind verständlich, aber tatsächlich kommt in der Praxis ein Schaden auf Grund von Missbrauch so gut wie nicht vor.“

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