Auslandsengagement
In Osteuropa müssen Talente belohnt werden

Im boomenden Osteuropa herrscht ein harter Konkurrenzkampf um qualifizierte Manager. Kein ausländisches Unternehmen kann es sich leisten, die einheimischen Mitarbeiter in untergeordneten Positionen zu halten und unter die Fuchtel von Chefs aus dem Mutterland zu stellen.

Seitdem die Tschechische Republik und andere ehemals kommunistische Länder ihre Grenzen für Investitionen aus dem Ausland geöffnet haben, setzen viele Unternehmen überwiegend ihre eigenen Leute zur Geschäftsführung ein. Das Problem ist, dass diese Manager oft inkompetent sind und sich nur durch eine einzige Sache auszeichnen, nämlich die Fähigkeit, ihre Muttersprache zu sprechen. Wie können Unternehmen in dieser Hinsicht nur immer wieder so dumm sein?

Sie sind nicht dumm - sie fühlen sich nur unbehaglich. Genau wie amerikanische Touristen, die auf den Champs-Élysées zu McDonald's essen gehen oder Franzosen, die ihren eigenen Wein nach Disney World bringen. Das Problem, das Sie beschreiben, ist universell. Als die Japaner das erste Mal in den USA oder anderswo Fuß fassten, taten sie das in der Regel mit Führungskräften aus Nippon. Dasselbe gilt für die Deutschen, Briten und viele andere. Sie alle verlassen sich am liebsten auf ihre eigenen Leute, wenn es darum geht, weit weg von zu Hause Geschäfte zu machen. Vor allem am Anfang, wenn mit dem örtlichen Umfeld so viele unbekannte Faktoren verknüpft sind.

Der Schlüsselsatz hier ist "am Anfang" - denn die Schwierigkeiten, von denen Sie berichten, fangen an, wenn ausländische Unternehmen es sich bequem machen und ihre eigenen Leute über viele Jahre hinweg in den Führungspositionen belassen. Damit lassen sie sich eine echte Chance entgehen. Warum? Weil die einheimischen Kräfte ihr eigenes Land immer besser kennen. Sie wissen, wie die Regierung funktioniert und wie die Menschen denken. Sie wissen, welche Universitäten den besten Nachwuchs hervorbringen. Sie verstehen, was die Menschen im Fernsehen, in den Wohnzimmern, den Kneipen und in den Fabrikhallen wirklich über die politische und wirtschaftliche Zukunft des Landes sagen. Sie können sich das System mit mehr Einblick und Entspanntheit zunutze machen.

Das ist auch der Grund, warum gute Unternehmen wissen, dass je früher sie einheimische Manager im Ausland einsetzen, es ihnen umso besser geht. Und deswegen sind Spitzenunternehmen vom Tag ihrer Ankunft an bestrebt, Talente vor Ort zu finden und mithilfe von globalen Trainingsprogrammen weiterzuentwickeln, sodass sie über einen kontinuierlichen Nachschub im mittleren Management und die dazugehörigen Spitzenkräfte verfügen.

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