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Außenwirtschaft: Wettfieber in australischen Büros

Die Australian Open und das Formel-1-Rennen bringen die australische Wirtschaftsmetropole Melbourne oft in die Schlagzeilen der internationalen Sportnews. Allerdings hat die Stadt noch ein ganz anderes Highlight zu bieten - den "Melbourne Cup".

von Michael Sauermost (gtai)

SIDNEY. Das Pferderennen findet seit 1861 im Vorort Flemington statt. Mittlerweile ist das Event mit etwa drei Millionen Euro dotiert und sorgt regelmäßig am ersten Dienstag im November nicht nur im Bundesstaat Victoria, sondern landesweit dafür, dass die Computer in den Büros heruntergefahren werden. Im Stadtgebiet gilt der "Melbourne Cup Day" als Feiertag.

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Das Großereignis ist eine ideale Gelegenheit zum Networking. Größere Firmen laden gute Kunden deshalb auf die Rennbahn ein. Wer keines der rund 100.000 Tickets ergattern kann, verfolgt entweder per TV auf Firmenpartys, in Wettbüros oder auf Großbildschirmen in den Städten, in welcher Reihenfolge die Pferde die Ziellinie passieren. Wetten ist in Australien eigentlich verpönt, doch beim "Melbourne Cup" gelten diese Vorbehalte nicht. Wochen vor dem Startschuss sind mobile Wettbüros unterwegs.

Die Einsätze erreichten 2008 in Victoria 23 Millionen Euro, in New South Wales 29 Millionen Euro. Viele Büros veranstalten Tipprunden oder "Melbourne Cup Sweeps" - hier ziehen die Teilnehmer Lose mit den Namen der Pferde. Egal welcher der vierbeinigen Renner gewinnt, der Einsatz lohnt sich, denn das gemeinsame Wetten ermöglicht das in Australien beliebte "Fundraising" für soziale Zwecke.

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